Shopify Payments ist seit 2024 in der Schweiz verfügbar. Wer bisher mit Datatrans, Payrexx oder Mollie gearbeitet hat, zahlt mit diesen Anbietern auf jedem Shopify-Plan einen Transaktionsaufschlag. Mit Shopify Payments fällt dieser Aufschlag weg.
Dazu kommt TWINT. Die meistgenutzte Zahlungsmethode der Schweiz ist seit 2024 direkt in Shopify Payments integriert, ohne Drittanbieter-App, ohne separate Vertragslaufzeit.
Was Shopify Payments Schweiz unterstützt, was es kostet, wie du es einrichtest und wann ein externer PSP trotzdem sinnvoller ist, steht hier auf Basis der aktuellen Konditionen 2026.
Was ist Shopify Payments und warum ist es für Shopify Schweiz relevant?
Shopify Payments ist das native Zahlungs-Gateway von Shopify. Statt externe Zahlungsdienstleister über API-Schnittstellen einzubinden, verarbeitet Shopify Payments Kreditkartenzahlungen, TWINT, Klarna und digitale Wallets direkt über das Shopify-Dashboard.
Wer Shopify Payments nutzt, zahlt keinen Shopify-Transaktionsaufschlag. Wer stattdessen Datatrans, Mollie oder Payrexx einbindet, wird auf jedem Plan belastet.
| Shopify Plan | Aufschlag externe Anbieter | Mit Shopify Payments |
|---|---|---|
| Basic | 2,0% pro Bestellung | 0% |
| Grow | 1,0% pro Bestellung | 0% |
| Advanced | 0,5% pro Bestellung | 0% |
| Plus | individuell | 0% |
Bei 25.000 CHF Monatsumsatz bedeutet das auf dem Basic-Plan: 500 CHF Mehrkosten pro Monat allein durch den Shopify-Aufschlag, noch ohne die eigentlichen PSP-Gebühren. Das sind 6.000 CHF pro Jahr, nur für den Aufschlag.
Welche weiteren Kosten beim Shopify-Setup anfallen, erklärt unser Artikel Was kostet Shopify?.
Welche Zahlungsarten unterstützt Shopify Payments in der Schweiz?
Die Shopify Payments-Integration für die Schweiz umfasst deutlich mehr als Kreditkarten. Hier ist der vollständige Überblick aller unterstützten Zahlungsarten für Shopify Payments Schweiz.
TWINT: Die wichtigste Zahlungsmethode für Schweizer Shops
TWINT ist die meistgenutzte Zahlungsmethode der Schweiz. Über 4 Millionen aktive Nutzer, ca. 38% aller Zahlungen im Schweizer Online-Handel im Jahr 2024. Kein seriöser Schweizer Shopify-Shop kann auf TWINT verzichten, ohne messbar Bestellungen zu verlieren.
TWINT ist seit 2024 direkt in Shopify Payments integriert. Kein separate App, keine extra Monatsgebühr, kein eigener TWINT-Vertrag. Beim Checkout wird TWINT automatisch angezeigt, wenn der Kunde eine Schweizer IP-Adresse oder eine CH-Bankverbindung hat.
Wichtig für den Cross-Border-Handel: TWINT funktioniert ausschließlich für CHF-Transaktionen. Kunden aus Deutschland oder Österreich sehen TWINT im Checkout nicht. Für EU-Kunden deckt Shopify Payments automatisch Kreditkarten und Wallets ab.
Kreditkarten: Visa, Mastercard und Maestro
Shopify Payments in der Schweiz akzeptiert Visa, Mastercard und Maestro. Die Gebühren unterscheiden sich zwischen Schweizer Karten und internationalen Karten.
| Shopify Plan | Schweizer Kreditkarten | Internationale Karten | Fix-Gebühr |
|---|---|---|---|
| Basic | 2,95% | 3,20% | + CHF 0.30 |
| Grow | 2,75% | 2,90% | + CHF 0.30 |
| Advanced | 2,55% | 2,70% | + CHF 0.30 |
| Plus | 2,30% | individuell | + CHF 0.30 |
TWINT über Shopify Payments kostet planunabhängig ca. 1,60% + CHF 0.30 pro Transaktion.
Apple Pay, Google Pay und Shop Pay
Apple Pay und Google Pay sind in Shopify Payments für die Schweiz enthalten und besonders relevant für Mobile-Shopper. Shop Pay, Shopifys eigener beschleunigter Checkout, speichert Zahlungs- und Lieferdaten beim ersten Kauf. Rückkehrende Kunden zahlen mit einem Klick.
Wie du den Checkout insgesamt für mehr Conversions optimierst, erklärt unser Guide: Shopify Checkout Optimierung 2026.
Klarna: Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung
Klarna ist über Shopify Payments für die Schweiz verfügbar und deckt Kauf auf Rechnung sowie Ratenzahlung ab. Kauf auf Rechnung ist in der Schweiz historisch stark verankert, besonders bei B2C-Shops mit breitem Produktsortiment.
Klarna in der Schweiz unterstützt Rechnungskauf bis 30 Tage, Ratenzahlung in 3 oder 6 Monaten und Sofortüberweisung. Für spezifische Schweizer Kauf-auf-Rechnung-Lösungen wie Swissbilling oder Byjuno brauchst du einen externen PSP.
PayPal
PayPal kann über Shopify Payments oder separat eingebunden werden. Die Kombination beider Optionen ist für Schweizer Shops sinnvoll, weil PayPal-Nutzer oft ein anderes Kundensegment ansprechen als TWINT- oder Kreditkarten-Nutzer.
PostFinance: Die wichtigste Lücke in Shopify Payments Schweiz
PostFinance, die Zahlungsdienstleistungstochter der Schweizerischen Post, ist nicht nativ in Shopify Payments integriert. Das ist die bedeutendste Einschränkung.
Wer PostFinance anbieten möchte, braucht einen externen PSP, z.B. Datatrans, Payrexx oder wallee, die PostFinance als Zusatzmethode einbinden. Ob sich der Aufwand lohnt, hängt von der Zielgruppe ab: PostFinance-Nutzer sind überwiegend ältere, digital-konservative Konsumenten. Für B2C-Shops mit jüngerer Zielgruppe ist TWINT relevanter.
Den vollständigen Überblick über alle Zahlungsanbieter für Shopify, inklusive Vergleich der Konditionen, findest du in unserem Artikel Shopify Zahlungsanbieter im Vergleich.
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Shopify Payments Gebühren Schweiz 2026: Vollständiger Kostenvergleich
Der Grund, warum Shopify Payments für die meisten Schweizer Händler die günstigere Option ist, liegt nicht nur bei den eigenen Sätzen, sondern beim entfallenden Shopify-Aufschlag auf externe Anbieter.
Gesamtkostenvergleich: Shopify Payments vs. externe Zahlungsanbieter
| Anbieter | Rate Kreditkarte | Shopify-Aufschlag (Grow) | Gesamt (Grow-Plan) |
|---|---|---|---|
| Shopify Payments | 2,75% + CHF 0.30 | 0% | 2,75% + CHF 0.30 |
| Datatrans | ca. 1,40% + CHF 0.30 | 1,00% | 2,40% + CHF 0.30 |
| Mollie | ca. 1,80% + CHF 0.30 | 1,00% | 2,80% + CHF 0.30 |
| Payrexx | ca. 1,50% + CHF 0.30 | 1,00% | 2,50% + CHF 0.30 |
| wallee | ca. 1,40% + CHF 0.30 | 1,00% | 2,40% + CHF 0.30 |
Auf dem Grow-Plan liegt Shopify Payments für Kreditkartenzahlungen nah an Datatrans und wallee. Auf dem Basic-Plan ist Shopify Payments deutlich günstiger, weil der 2%-Aufschlag entfällt. Ab dem Advanced-Plan lohnt sich ein konkreter Vergleich, ob verhandelte PSP-Konditionen günstiger sind.
Hinweis: Wer über 500.000 CHF TWINT-Umsatz pro Jahr macht, kann bei Datatrans oder Payrexx niedrigere Sätze als die Shopify Payments-Standardkonditionen verhandeln. Das ist der Punkt, an dem ein externer PSP auch für TWINT attraktiv wird.
Versteckte Kosten: Währungsumrechnung für Cross-Border-Händler
Shopify Payments berechnet bei Währungsumrechnungen (z.B. EUR-Zahlung auf einem CHF-konfigurierten Shop) eine Gebühr von 1,5%. Das ist ein oft übersehener Kostenfaktor für Händler, die sowohl Schweizer als auch EU-Kunden bedienen.
Wer in CHF und EUR gleichzeitig verkauft, sollte die Gesamtrechnung mit Shopify Markets durchdenken, bevor er sich auf ein Payment-Setup festlegt.
Shopify Payments Schweiz Kostenrechner
Shopify Payments Schweiz: Was sparst du im Vergleich zu Datatrans oder Mollie?
Gib deinen monatlichen CHF-Umsatz, deinen Plan und den TWINT-Anteil ein und sieh den Kostenunterschied auf einen Blick.
Gesamtumsatz über Shopify pro Monat
Anteil TWINT am Gesamtumsatz
Einschätzung
Auf dem Basic-Plan spart Shopify Payments am meisten, weil der Shopify-Aufschlag auf externe Anbieter 2% pro Transaktion beträgt. Sobald du Wachstum planst, lohnt sich ein Upgrade auf Grow, der Break-even liegt bei ca. 14.000 CHF Monatsumsatz.
Shopify Payments ist die günstigere Wahl. Die Einsparung ist signifikant. Wechsle, falls du noch einen externen PSP nutzt.
Shopify Payments ist leicht günstiger. Wenn PostFinance kein Thema ist und du keine verhandelten PSP-Konditionen hast, spricht nichts gegen den Wechsel.
Bei deinem Volumen und Plan liegen Shopify Payments und ein externer Anbieter nah beieinander. Prüfe, ob du bei Datatrans oder wallee bessere Konditionen verhandeln kannst, besonders wenn PostFinance für deine Kunden wichtig ist.
Auf Shopify Plus fällt kein Shopify-Transaktionsaufschlag an, egal welchen PSP du nutzt. Beim Plus-Plan lohnt sich ein direkter Vergleich der Netto-Konditionen von Shopify Payments vs. verhandeltem Datatrans-Vertrag.
* Vereinfachte Berechnung. Shopify Payments: aktuelle Tarife 2026, Ø-Transaktionswert CHF 80. Ext. Anbieter: Datatrans-Richtwert 1,4% (Kreditkarte), 1,3% (TWINT), zzgl. Shopify-Transaktionsaufschlag. Ohne Setup-Gebühren, Monatsgebühren externer PSPs.
Shopify Payments in der Schweiz einrichten: Schritt für Schritt
Die Einrichtung von Shopify Payments für einen Schweizer Shop dauert unter 30 Minuten. Du brauchst: Shopify-Konto mit Schweizer Rechnungsadresse, Bankkontonummer (IBAN), UID-Nummer des Unternehmens und, falls MwSt-pflichtig, die Schweizer Steuernummer.
Schritt 1: Shopify Payments im Dashboard aktivieren
Öffne den Shopify Admin und gehe zu “Einstellungen”, dann “Zahlungen”. Unter “Zahlungsanbieter” erscheint Shopify Payments, sobald das Konto auf die Schweiz konfiguriert ist. Klick auf “Aktivieren”.
Schritt 2: Unternehmensdaten eingeben
Du wirst nach Unternehmensdetails gefragt: Sitz Schweiz, Rechtsform (Einzelunternehmen, GmbH, AG), UID-Nummer, Handelsregisternummer. Die Angaben müssen mit der verknüpften Bankverbindung übereinstimmen.
Schritt 3: Schweizer IBAN verknüpfen
Gib deine Schweizer IBAN ein. Shopify Payments überweist Zahlungen in der Regel 3 Werktage nach Transaktionsdatum. Die Auszahlungsfrequenz lässt sich im Dashboard anpassen.
Schritt 4: TWINT aktivieren
Nach der Aktivierung von Shopify Payments erscheint TWINT automatisch als verfügbare Zahlungsmethode. Du aktivierst TWINT im Bereich “Zahlungsmethoden” unter Shopify Payments. Eine separate TWINT-App ist nicht erforderlich.
Schritt 5: Checkout testen
Wechsle in die Checkout-Vorschau und schließe einen Testkauf ab. Prüfe, ob TWINT, Kreditkarte und die konfigurierten Wallets angezeigt werden. Nach erfolgreichem Test schaltest du den Live-Modus frei.
Die Reihenfolge der Zahlungsoptionen im Checkout hat direkten Einfluss auf die Abbruchrate. Welche Anordnung Schweizer Kunden bevorzugen und wie du Kaufabbrüche reduzierst, erklärt unser Artikel zu Warenkorbabbrüchen bei Shopify.
Unsicher, ob dein Shopify Payments Setup für den Schweizer Markt korrekt konfiguriert ist?
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Shopify Payments Schweiz vs. externe Zahlungsanbieter: Wann was?
Für die meisten Schweizer Shopify-Händler ist Shopify Payments die richtige Wahl. Es gibt aber konkrete Szenarien, in denen externe Anbieter sinnvoller sind.
Shopify Payments ist die bessere Wahl, wenn:
- Du auf dem Basic- oder Grow-Plan bist, dort ist der Kostenunterschied am größten
- Du vor allem TWINT und Kreditkarten brauchst
- Du PostFinance nicht anbieten willst oder musst
- Du keine komplexen B2B-Zahlungsszenarien hast
- Du schnell starten willst, ohne separate PSP-Verträge
Externe Anbieter wie Datatrans, Payrexx oder wallee sind sinnvoller, wenn:
- PostFinance für deine Zielgruppe wichtig ist (nicht in Shopify Payments)
- Du auf dem Advanced-Plan hohes Volumen hast und PSP-Sätze verhandeln kannst
- Du komplexe B2B-Kauf-auf-Rechnung-Szenarien mit Swissbilling oder Mondu abbilden willst
- Du bereits einen bestehenden PSP-Vertrag mit besseren Konditionen hast
Für Händler mit gemischtem Angebot, also primär Schweiz plus EU-Export, kann eine Kombination sinnvoll sein: Shopify Payments für CHF-Transaktionen, Mollie oder Stripe für EUR über einen separaten EU-Shop oder Shopify Markets.
Mehrwertsteuer Schweiz: Was Shopify-Händler 2026 wissen müssen
Die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Das Mehrwertsteuersystem unterscheidet sich wesentlich von Deutschland und Österreich.
Aktuelle Schweizer MwSt.-Sätze (seit 1. Januar 2024):
| Steuersatz | Prozentsatz | Anwendungsbereich |
|---|---|---|
| Normalsatz | 8,1% | Die meisten Waren und Dienstleistungen |
| Sondersatz Beherbergung | 3,8% | Hotel, Unterkunft |
| Reduzierter Satz | 2,6% | Lebensmittel, Bücher, Zeitungen |
Viele Quellen zitieren noch 7,7%, das ist seit dem 1. Januar 2024 falsch. Der Normalsatz wurde zum Jahresbeginn 2024 auf 8,1% angehoben.
In Shopify konfigurierst du die Schweizer MwSt. unter “Einstellungen”, dann “Steuern und Abgaben”, dann “Schweiz”. Shopify berechnet die Steuer automatisch, wenn die Steuerregion korrekt gesetzt ist.
Wer aus der Schweiz in die EU verkauft, muss ab 10.000 EUR EU-Jahresumsatz das OSS-Verfahren nutzen und EU-Mehrwertsteuer abführen. Das ist unabhängig von Shopify Payments, aber ein relevanter Kostenpunkt für wachsende Schweizer Shops.
Datenschutz Schweiz: DSG und nDSG statt DSGVO
Schweizer Händler unterstehen nicht der EU-DSGVO, sondern dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG oder nDSG), das seit dem 1. September 2023 gilt. Die Unterschiede sind relevant.
| Aspekt | EU-DSGVO | Schweiz revDSG |
|---|---|---|
| Cookie-Consent-Pflicht | Ja, für alle nicht notwendigen Cookies | Nicht explizit gesetzlich, aber Best Practice und durch Telekomrecht teilweise relevant |
| Recht auf Löschung | Ja | Ja |
| Datentransfer ins Ausland | Nur in Länder mit Angemessenheitsbeschluss | Nur in Länder mit angemessenem Datenschutzniveau |
| Bußgelder | Bis 20 Mio. EUR / 4% Jahresumsatz | Bis CHF 250.000 (persönliche Haftung) |
| Datenschutzbeauftragter | Erforderlich ab 250 Mitarbeitenden | Empfohlen, nicht verpflichtend |
Was bedeutet das für Shopify Payments Schweiz? Shopify verarbeitet Zahlungsdaten auf Servern in Kanada. Kanada gilt laut Schweizer EDÖB als Land mit angemessenem Datenschutzniveau, der Datentransfer ist damit grundsätzlich zulässig. Shopify schließt für Händler einen Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) ab, der auch für das revDSG gültig ist.
Ein Cookie-Consent-Banner ist auch für Schweizer Shops Best Practice, besonders bei Google Analytics oder Meta Pixel. Wie du das rechtssicher und conversion-schonend umsetzt, erklärt unser Artikel Cookie-Banner 2026.
Warum Shopify Payments die Conversion beeinflusst
Zahlungsmethoden haben direkten Einfluss auf die Conversion Rate. Fehlt TWINT im Schweizer Shop, verlierst du einen messbaren Anteil der Besucher direkt im Checkout.
Shop Pay speichert Zahlungs- und Lieferdaten nach dem ersten Kauf. Rückkehrende Kunden zahlen mit einem Klick, ohne Formular, ohne Re-Eingabe. Das reduziert die Abbruchrate bei wiederkehrenden Kunden nachweislich.
Dazu kommt der fehlende Redirect: Shopify Payments leitet Kunden für den Zahlungsvorgang nicht auf externe PSP-Seiten weiter. Externe Redirects gelten als einer der häufigsten Abbruchgründe im Checkout.
Shopify Payments zeigt die gängigen Zahlungslogos direkt im Checkout. Das signalisiert Sicherheit. Mehr zu effektiven Vertrauenssignalen in Shopify-Shops erklärt unser Artikel Shopify Trust-Elemente.
Die Verbindung zwischen optimiertem Payment-Setup und Conversion Rate erklärt unser vollständiger Conversion Rate Optimierung Guide.
Shopify Plus in der Schweiz: Wann lohnt sich der Upgrade?
Shopify Plus ist für Schweizer Händler ab ca. 1 Mio. CHF Jahresumsatz interessant. Die Shopify Payments-Gebühren fallen auf dem Plus-Plan auf 2,30% + CHF 0.30 für Schweizer Karten, ein relevanter Unterschied bei hohem Volumen.
Plus bietet für Schweizer Shops zusätzlich:
- Eigene Checkout-Erweiterungen über Shopify Functions
- B2B-Funktionen nativ (wichtig für Schweizer Grosshändler)
- Individuelle Konditionen mit PSPs verhandelbar
- Dedicated Merchant Success Manager
Ob Shopify Plus für deinen Schweizer Shop Sinn macht oder Shopify Advanced die bessere Wahl ist, erklärt unser Vergleich: Shopify Plus vs. Shopify.
FAQ: Shopify Payments Schweiz
Ja. Shopify Payments ist seit 2024 in der Schweiz verfügbar. Es unterstützt CHF als Währung, TWINT, Visa, Mastercard, Maestro, Klarna, Apple Pay, Google Pay und Shop Pay. PostFinance ist nicht nativ integriert und erfordert einen externen PSP.
Ja. TWINT ist seit 2024 direkt in Shopify Payments für die Schweiz integriert. Du brauchst keine separate TWINT-App und keinen eigenen TWINT-Vertrag. TWINT funktioniert ausschließlich für CHF-Transaktionen mit Schweizer Bankverbindung. Kunden aus Deutschland oder Österreich sehen TWINT im Checkout nicht.
Die Gebühren hängen vom Shopify-Plan ab. Auf dem Grow-Plan: 2,75% + CHF 0.30 für Schweizer Kreditkarten, 2,90% + CHF 0.30 für internationale Karten. TWINT kostet planunabhängig ca. 1,60% + CHF 0.30 pro Transaktion. Kein zusätzlicher Shopify-Transaktionsaufschlag, im Gegensatz zu externen Anbietern.
Shopify erhebt auf externe Zahlungsanbieter einen Transaktionsaufschlag: 2% auf Basic, 1% auf Grow, 0,5% auf Advanced. Bei 25.000 CHF Monatsumsatz auf dem Grow-Plan sind das 250 CHF extra pro Monat, nur für den Shopify-Aufschlag, noch ohne die eigentlichen PSP-Gebühren.
Nein. PostFinance ist nicht nativ in Shopify Payments integriert. Wer PostFinance anbieten möchte, benötigt einen externen PSP wie Datatrans, Payrexx oder wallee, die PostFinance als Zusatzmethode einbinden können.
Der Normalsatz in der Schweiz beträgt seit dem 1. Januar 2024 8,1% (vorher 7,7%). Für Lebensmittel gilt ein reduzierter Satz von 2,6%, für Beherbergung 3,8%. Du konfigurierst die Schweizer MwSt. in Shopify unter Einstellungen, dann Steuern und Abgaben, dann Schweiz.
Shopify als Zahlungsverarbeiter schließt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) ab, der auch für das Schweizer revDSG gilt. Shopify verarbeitet Daten auf Servern in Kanada, einem Land mit angemessenem Datenschutzniveau laut Schweizer EDÖB. Der DPA ist im Shopify-Partner-Portal abrufbar.
Ja, über Klarna. Klarna bietet Rechnungskauf (30 Tage) und Ratenzahlung (3 oder 6 Monate) an und ist in Shopify Payments integriert. Für spezifisch Schweizer Kauf-auf-Rechnung-Lösungen wie Swissbilling oder Byjuno benötigst du einen externen PSP.
Shopify Payments kann ein Konto einfrieren, wenn ungewöhnliche Transaktionsmuster erkannt werden, die Rückbuchungsrate über 1% steigt, Produkte nicht den Shopify Payments-Nutzungsbedingungen entsprechen oder Verifikationsunterlagen fehlen. Proaktive Dokumentation und eine niedrige Rückbuchungsrate beugen dem vor.
Shopify Payments akzeptiert keine Hochrisikobranchen, darunter Glücksspiel, Tabakprodukte, Kryptowährungen als Hauptgeschäft, Schusswaffen und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Die vollständige Liste findet sich in den Shopify Payments-Nutzungsbedingungen.
Ja. Shopify Markets erlaubt es, aus einem Shopify-Admin heraus verschiedene Länder mit eigenen Preisen, Währungen und Sprachen zu bedienen. Für Schweizer Händler, die auch in die EU verkaufen, ist Shopify Markets oft sinnvoller als ein separater EU-Shop. Shopify Payments unterstützt dabei automatisch die jeweiligen lokalen Zahlungsmethoden pro Markt.
Fazit: Shopify Payments Schweiz lohnt sich für die meisten Händler
Für Schweizer Shopify-Händler, die primär an Schweizer Endkunden verkaufen, ist Shopify Payments die naheliegende Entscheidung. Kein Shopify-Transaktionsaufschlag, TWINT nativ integriert, kein separater PSP-Vertrag.
Die Ausnahmen sind klar: PostFinance ist für deine Zielgruppe unverzichtbar, oder du hast auf dem Advanced-Plan bereits bessere Konditionen mit Datatrans oder wallee verhandelt. In allen anderen Fällen spart Shopify Payments bares Geld.
Was viele unterschätzen: Shopify Payments wirkt sich nicht nur auf die Kosten aus, sondern direkt auf die Conversion Rate. Shop Pay, TWINT ohne externe Weiterleitung und ein vollständig nativer Checkout reduzieren Abbrüche im kritischsten Moment des Kaufprozesses.
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Quellen
- Shopify: Shopify Payments für die Schweiz - Offizielle Verfügbarkeits- und Gebührendokumentation
- Shopify: Zahlungsmethoden Shopify Payments Schweiz - Vollständige Liste unterstützter Zahlungsarten
- what.digital: Shopify Payments Fees 2026 - CHF-spezifische Gebührenübersicht
- Schweizer Bundesrat: Mehrwertsteuererhöhung 2024 - Normalsatz 8,1% seit 1. Januar 2024
- EDÖB: Länder mit angemessenem Datenschutz - Kanada gilt als angemessenes Drittland
- brand-boosting.de: TWINT in Shopify Payments - TWINT-Integration Details
- Payrexx: Vergleich Schweizer Online-Zahlungsanbieter 2026 - PSP-Vergleichswerte