Dein Shopify-Shop läuft. Die ersten Bestellungen kommen rein. Und dann kommt die Frage, die viele Gründer zu spät stellen: Wie handhabe ich eigentlich die Buchhaltung?
Rechnungen, die nicht GoBD-konform sind. DATEV-Exporte, die der Steuerberater ablehnt. Zahlungsströme aus Shopify Payments, PayPal und Klarna, die sich in keiner Tabelle richtig zusammenführen lassen. Das Finanzamt klopft – und du weißt nicht, wo du anfangen sollst.
Shopify-Buchhaltung ist komplexer als klassische Buchführung. Mehrere Zahlungsanbieter, automatische Provisionen, grenzüberschreitende Umsatzsteuer, Retouren, Rückbuchungen – das alles läuft in Echtzeit und muss lückenlos dokumentiert sein. Wer das noch mit Excel löst, bezahlt drauf – entweder mit Zeit, mit Steuerberater-Stunden oder mit Bußgeldern.
Dieser Guide beantwortet die Fragen, die wir am häufigsten hören: Welche Buchhaltungssoftware funktioniert wirklich mit Shopify? Wie komme ich zu GoBD-konformen Rechnungen, ohne jeden Abend manuell etwas einzutippen? Und was genau steckt hinter dem Shopify DATEV Export?
72 %
der Shopify-Händler ohne automatisierte Buchhaltung im ersten Jahr
10 J.
gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Rechnungen (GoBD)
3–5 h
wöchentlicher Zeitaufwand bei manueller Shopify-Buchhaltung
ab 7 €
monatlich für vollständig automatisierte Shopify-Buchhaltung
Was macht Shopify-Buchhaltung so komplex?
Klassische Buchführung kennt: Einnahme, Ausgabe, Beleg. Bei Shopify kommen dutzende Variablen hinzu – und genau das macht die Shopify Buchhaltung zu einer echten Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte.
Das sind die konkreten Stellen, an denen es regelmäßig hakt:
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Mehrere Zahlungsanbieter gleichzeitig: Shopify Payments, PayPal, Klarna, Apple Pay, Kreditkarte – jeder Anbieter bucht anders, hat eigene Gebühren und eigene Abrechnungsrhythmen. Welche Shopify Zahlungsanbieter es gibt und was du dabei beachten musst, haben wir in unserem Shopify Zahlungsanbieter Vergleich detailliert aufgeschlüsselt.
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Retouren und Rückbuchungen: Jede Retoure braucht eine Gutschrift und die Korrektur der Ursprungsbuchung. Bei 3 % Retourenquote und 500 Bestellungen im Monat sind das 15 manuelle Korrekturen – pro Monat. Ohne Automatisierung ist das ein Vollzeitjob.
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Grenzüberschreitende Umsatzsteuer: Sobald du EU-weit verkaufst und die 10.000-Euro-Schwelle überschreitest, greift das OSS-Verfahren. Länderspezifische Steuersätze müssen korrekt zugeordnet und quartalsweise gemeldet werden.
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GoBD-Konformität: Deutsche Buchhaltungsstandards verlangen unveränderliche, fälschungssichere Belege. Rechnungen, die im Nachhinein bearbeitet werden können, verstoßen gegen die GoBD – auch bei kleinen Details.
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Transaktionsgebühren korrekt erfassen: Shopify zieht automatisch Gebühren ab. Diese müssen als Betriebsausgaben erfasst werden. Wer nur den Auszahlungsbetrag bucht, hat falsche Umsatzzahlen.
Shopify Rechnung erstellen: GoBD-konforme Rechnungen für deine Kunden
Wer in Deutschland einen Online-Shop betreibt, ist gesetzlich verpflichtet, GoBD-konforme Rechnungen auszustellen. Das bedeutet: Rechnungen müssen vollständig, unveränderlich und lückenlos archiviert sein. Fehlen Pflichtangaben oder können Rechnungen nachträglich geändert werden, drohen Bußgelder bis in den fünfstelligen Bereich.
Pflichtangaben auf Shopify-Rechnungen
| Pflichtangabe | Was genau gemeint ist | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Vollständiger Name & Anschrift | Von Lieferant und Empfänger | Nur Shop-Name ohne Rechtsform und Adresse |
| Steuernummer / USt-IdNr. | Pflicht ab dem ersten Tag des Betriebs | Fehlt komplett oder ist falsch |
| Fortlaufende Rechnungsnummer | Eindeutig, lückenlos, chronologisch | Doppelte oder fehlende Nummern durch System-Reset |
| Ausstellungs- & Leistungsdatum | Auch wenn identisch mit Bestelldatum | Leistungsdatum fehlt |
| Leistungsbeschreibung | Art, Menge und Umfang der gelieferten Ware | Zu allgemein (“Ware” oder “Artikel”) |
| Netto, USt-Satz & Bruttobetrag | Getrennt nach Steuersätzen (7 % / 19 %) | Nur Gesamtbetrag ohne Steueraufschlüsselung |
Shopify Rechnungen automatisch versenden
Mit der richtigen Integration passiert das automatisch: Rechnung erstellt, per E-Mail raus, archiviert – bei jeder Bestellung, ohne manuellen Eingriff. GoBD-konform von Anfang an.
Die gängigsten Apps dafür:
- Order Printer Pro – Einfacher Einstieg direkt aus dem Shopify App Store, günstig, schnell eingerichtet
- Sufio – Professionell, mehrsprachig, ideal für internationale Shops und B2B-Rechnungen
- lexoffice Shopify App – Buchhaltung und Rechnungsversand aus einer Lösung
- sevDesk Shopify – Rechnungserstellung direkt aus dem Buchhaltungssystem, inklusive DATEV-Export
Shopify Rechnungen einsehen und verwalten
Im Shopify-Admin unter Bestellungen findest du alle Transaktionen, aber keine vollständigen, archivierungsfähigen Rechnungen. Für die GoBD-konforme Archivierung brauchst du ein externes System, das Shopify-Rechnungen automatisch speichert, versioniert und die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren sicherstellt.
Shopify Rechnung für Kunden: Was tun bei Nachfragen?
Kunden fragen häufig nach einer Rechnung, die sie nicht im Bestellbestätigungs-E-Mail finden. Das liegt daran, dass Shopify keine vollständige Rechnung versendet – sondern nur eine Auftragsbestätigung. Mit einer App wie Sufio oder der lexoffice-Integration erhalten Kunden automatisch eine vollständige Rechnung als PDF-Anhang. Weniger Support-Aufwand, kein manuelles PDF-Versenden.
Buchhaltungssoftware für Shopify im Vergleich 2026
Welche Buchhaltungssoftware passt zu deinem Shopify-Shop? Das hängt von Unternehmensgröße, Steuerberater-Setup und dem gewünschten Automatisierungsgrad ab. Hier sind die wichtigsten Anbieter im direkten Vergleich:
| Software | Preis ab | Shopify-App | DATEV-Export | GoBD | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|
| lexoffice | ab 7 €/Mo | ✓ nativ | ✓ | ✓ | Einsteiger, Selbstständige, kleine Shops |
| sevDesk | ab 8,90 €/Mo | ✓ nativ | ✓ | ✓ | Wachsende Shops, Warenwirtschaft |
| DATEV (via Pathway) | ab 99 € Einrichtung | ✓ via App | ✓✓ direkt | ✓✓ | Shops mit Steuerberater, Mittelstand |
| Lexware | ab 6,90 €/Mo | ✓ via App | ✓ | ✓ | KMU, bestehende Lexware-Nutzer |
| BuchhaltungsButler | ab 24,95 €/Mo | ✓ nativ | ✓ | ✓ | Shops mit hohem Belegaufkommen |
| Fastbill | ab 9 €/Mo | ✓ via App | ✓ | ✓ | Freelancer, Starter, einfache Anforderungen |
Alle Preise sind Richtwerte (Stand April 2026). Die Tarife variieren je nach Funktionsumfang und Bestellvolumen. Bitte prüfe die aktuellen Preise direkt beim jeweiligen Anbieter.
lexoffice Shopify Integration: Einstieg ohne Hürden
lexoffice ist in Deutschland weit verbreitet, vor allem bei Selbstständigen und kleinen Unternehmen. Die Shopify-Integration ist eine der unkompliziertesten am Markt.
Die lexoffice Shopify App synchronisiert Bestellungen, Zahlungen und Kundendaten automatisch – GoBD-konforme Rechnungen entstehen dabei ohne manuellen Eingriff.
Was die lexoffice Shopify Integration kann:
- Automatische Rechnungserstellung bei jeder Shopify-Bestellung
- Zahlungszuordnung für Shopify Payments, PayPal und Klarna
- DATEV-Export für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
- GoBD-konforme Archivierung aller Belege
- USt-Voranmeldung direkt aus der Oberfläche
Für wen: Shops bis ca. 500 Bestellungen/Monat, Gründer, Selbstständige und alle, die einen einfachen Einstieg in die digitale Shopify-Buchhaltung suchen. Einrichtungszeit: unter 30 Minuten.
sevDesk Shopify: Buchhaltung und Warenwirtschaft kombiniert
sevDesk Shopify macht Sinn, wenn du neben der Buchhaltung auch die Warenwirtschaft digital abbilden willst. Über 150.000 Unternehmen in Deutschland nutzen sevDesk – die Shopify-Schnittstelle ist direkt im App Store verfügbar.
Stärken der sevDesk Shopify Integration:
- Automatischer Import aller Shopify-Bestellungen in Echtzeit
- Rechnungserstellung und automatischer E-Mail-Versand
- Lager- und Bestandsverwaltung (ab Warenwirtschafts-Tarif)
- DATEV-Export, GoBD-Zertifizierung, USt-Voranmeldung
- Steuerberater-Zugang ohne Aufpreis
Wenn du neben der Buchhaltung auch ein ERP-System integrieren willst, findest du in unserem Artikel zu Warenwirtschaftssystemen und ERP für Shopify eine detaillierte Übersicht der besten Lösungen.
Shopify DATEV: Die direkte Steuerberater-Schnittstelle
DATEV ist kein Buchhaltungsprogramm für Händler selbst, sondern das Standardsystem der deutschen Steuerberater – rund 90 % nutzen es. Der Shopify DATEV Export ist deshalb wichtig, wenn du mit einem Steuerberater zusammenarbeitest und ihm saubere Buchhaltungsdaten liefern willst, ohne Stunden für manuelle Datenaufbereitung zu verlieren.
Die etablierteste Lösung dafür ist Pathway Solutions Buchhaltungsexport Pro – eine App, die direkt im Shopify App Store verfügbar ist und Transaktionen aus Shopify Payments, PayPal, Klarna und weiteren Zahlungsanbietern automatisch erfasst und DATEV-kompatibel exportiert.
Shopify Lexware: Für bestehende Lexware-Nutzer
Lexware ist vor allem im traditionellen Mittelstand bekannt. Die Shopify Lexware Integration läuft über Drittanbieter-Apps, die Bestelldaten aus Shopify in Lexware importieren. Für reine E-Commerce-Setups ohne Lexware-Vorgeschichte sind lexoffice oder sevDesk in der Regel flexibler und günstiger. Wer aber bereits mit Lexware arbeitet, muss nicht wechseln.
BuchhaltungsButler: Maximale Automatisierung für große Shops
BuchhaltungsButler ist die Wahl für Shops mit hohem Belegvolumen. Das System erkennt Belege automatisch, ordnet Zahlungen zu und kontiert eigenständig – TÜV-zertifiziert, GoBD-konform.
Besonders geeignet für: Shops mit 500+ Bestellungen/Monat, mehreren Zahlungskanälen und komplexen Buchungsanforderungen.
Shopify DATEV Export: Schnittstelle zum Steuerberater
Shopify DATEV bezeichnet die Verbindung zwischen deinem Shopify-Shop und dem DATEV-System deines Steuerberaters. Wer keine saubere Shopify DATEV Schnittstelle hat, zahlt für manuelle Nacherfassung – und macht dabei Fehler, die beim Jahresabschluss teuer werden.
Was ist der DATEV-Export aus Shopify genau?
Beim Shopify DATEV Export werden alle Buchungsdaten – Bestellungen, Zahlungseingänge, Retouren, Gutschriften – in ein DATEV-kompatibles Format umgewandelt. Dein Steuerberater kann diese Datei direkt in sein DATEV-System importieren, ohne manuell etwas abtippen zu müssen.
Typischer Shopify DATEV Workflow:
Bestellung geht in Shopify ein
Die App erfasst die Transaktion automatisch und erstellt die Rechnung
Zahlung trifft ein
Shopify Payments, PayPal oder Klarna – wird automatisch der richtigen Buchung zugeordnet
Monatlicher DATEV-Export
EXTF-Datei oder direkte Online-Übermittlung – per Knopfdruck oder vollautomatisch
Steuerberater importiert die Daten
Kein manuelles Abtippen, kein E-Mail-Ping-Pong – Jahresabschluss deutlich schneller und günstiger
Shopify DATEV Schnittstelle: Welche Apps funktionieren?
- Pathway Solutions Buchhaltungsexport Pro – Direktanbindung, höchste DATEV-Kompatibilität, 480+ Bewertungen
- lexoffice – DATEV-Export per CSV/EXTF, einfach und für die meisten Steuerberater ausreichend
- sevDesk – DATEV-Export per Knopfdruck, inklusive in allen Tarifen
- BuchhaltungsButler – Automatisierter Export für komplexe Multi-Channel-Setups
Shopify Schnittstellen: Zahlungsanbieter, ERP und Buchhaltung verbinden
Saubere Buchführung beginnt mit sauberen Daten. Die kommen aus dem Zusammenspiel mehrerer Systeme – nicht nur aus der Buchhaltungssoftware allein.
Die relevanten Shopify Schnittstellen im Überblick:
Zahlungsanbieter → Buchhaltungssoftware: Shopify Payments, PayPal, Klarna und Stripe müssen alle korrekt in der Buchhaltung auftauchen – mit eigenen Gebühren, Abrechnungsrhythmen und Rückbuchungsregeln. Welche Shopify Zahlungsanbieter es gibt und was du dabei beachten musst, haben wir separat aufgeschlüsselt.
Shopify → Warenwirtschaft/ERP: Wenn dein Shop mit einem ERP-System verbunden ist, müssen Bestandsbuchungen, Lieferscheine und Einkaufsrechnungen synchron laufen. Eine detaillierte Übersicht der besten Warenwirtschaftssysteme für Shopify findest du in unserem Vergleich.
Shopify → DATEV/Steuerberater: Über die DATEV-Schnittstelle oder einen direkten Buchhaltungs-Export landen alle Transaktionen beim Steuerberater – ohne manuelle Zwischenschritte.
Was viele vergessen: Der Shopify Checkout bestimmt mit, welche Daten für die Buchhaltung überhaupt verfügbar sind. Steuerklassen, Versandkosten und Zahlungsweisen müssen dort sauber hinterlegt sein – ein Fehler im Checkout zieht sich durch jede nachgelagerte Buchung.
Und noch ein praktischer Hinweis: Viele der Apps, die für die Shopify-Buchhaltung relevant sind, findest du in unserer Übersicht der besten Shopify Apps.
Shopify Abrechnung, Steuern und Steuererklärung
Steuern sind der Teil, bei dem die meisten Shopify-Händler Hilfe brauchen. Was du konkret wissen musst:
Umsatzsteuer in Shopify richtig einstellen
Shopify unterstützt 7 % und 19 % USt-Satz. Wichtig: Die Steuersätze müssen pro Produktkategorie korrekt hinterlegt sein. Bücher haben 7 %, Elektronik 19 % – wer das nicht trennt, erstellt automatisch fehlerhafte Rechnungen und kann bei einer Betriebsprüfung in Erklärungsnot geraten.
Grundregel: Shopify berechnet Steuer auf Basis der Lieferadresse des Kunden. Bei EU-weitem Verkauf kommen länderspezifische Mehrwertsteuersätze ins Spiel.
OSS-Verfahren für Shopify-Händler
Das One-Stop-Shop (OSS)-Verfahren ist seit Juli 2021 Pflicht für alle, die B2C in andere EU-Länder verkaufen und dabei die Jahresschwelle von 10.000 Euro überschreiten. Statt in jedem EU-Land eine eigene USt-IdNr. zu beantragen, meldest du alle EU-Umsätze zentral beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) – quartalsweise.
Gute Buchhaltungssoftware (lexoffice, sevDesk, DATEV) kann länderspezifische Umsätze automatisch aufschlüsseln und für die OSS-Meldung vorbereiten.
Shopify Steuererklärung: Was du brauchst
Für die Shopify Steuererklärung benötigst du:
- Alle Bestellungen des Steuerjahres mit Netto-, Steuer- und Bruttobetrag
- Aufschlüsselung nach Steuersatz (7 % / 19 % / 0 % für Exporte)
- DATEV-konformer Export für den Steuerberater
- Vollständige Dokumentation von Retouren, Gutschriften und Zahlungsausfällen
Tipp: Die laufenden Shopify-Kosten – Plan-Gebühren, App-Abonnements, Domain, Agentur-Rechnungen – sind vollständig als Betriebsausgaben absetzbar. Was dein Shopify-Shop wirklich kostet und was davon steuerlich relevant ist, zeigen wir in unserem Artikel Was kostet Shopify?.
GoBD-Checkliste für Shopify-Händler 2026
Die GoBD definiert, wie digitale Buchführung in Deutschland aussehen muss. Das Finanzamt prüft bei einer Betriebsprüfung genau diese Punkte:
GoBD-Checkliste für Shopify 2026
12 Punkte, die das Finanzamt prüft – und du abhaken solltest
Unveränderlichkeit der Rechnungen
Einmal ausgestellte Rechnungen dürfen nicht geändert werden – Korrekturen nur über Gutschriften
10-jährige Aufbewahrungspflicht
Alle Rechnungen und Buchungsunterlagen müssen 10 Jahre sicher archiviert bleiben
Zeitgerechte Verbuchung
Buchungen müssen zeitnah erfolgen – nicht erst am Jahresende nachgeholt werden
Vollständigkeit aller Belege
Keine Lücken: Jede Einnahme und Ausgabe braucht einen zugehörigen Beleg
Verfahrensdokumentation vorhanden
Du musst schriftlich dokumentieren, wie dein Buchführungsprozess funktioniert – der am häufigsten vergessene Punkt
Lückenlose Rechnungsnummern
Chronologische Nummerierung ohne Sprünge oder Doppelungen – Shopify-Standard reicht dafür nicht
Datensicherheit und Backup
Regelmäßige Backups, Zugriffsschutz, sichere Speicherung – am besten automatisch durch die Software
Trennung nach Steuersätzen
7 % und 19 % müssen in der Buchführung getrennt ausgewiesen sein – nicht nur im Gesamt
Korrekte Retouren-Buchführung
Jede Retoure erfordert: Stornorechnung + Rückbuchung + USt-Korrektur – vollständig und nachvollziehbar
Alle Pflichtangaben auf Rechnungen
Name, Adresse, USt-IdNr., Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung, Steuerausweis
E-Invoicing-Readiness (ab 2025)
B2B-Pflicht seit 2025: E-Rechnungen empfangen können (ZUGFeRD/XRechnung). Prüfe ob deine Software das unterstützt
OSS-Meldung bei EU-weitem Verkauf
B2C-Umsätze in andere EU-Länder über 10.000 €/Jahr: OSS-Registrierung und quartalsweise Meldung Pflicht
Welche Shopify-Buchhaltungslösung passt zu dir?
| Mein Profil | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Einsteiger, unter 100 Bestellungen/Mo | lexoffice | Günstigster Einstieg, einfachste Einrichtung, DATEV-Export inklusive |
| Wachsender Shop mit eigenem Lager | sevDesk | Warenwirtschaft + Buchhaltung aus einer Hand, nativ integriert |
| Steuerberater nutzt DATEV | Pathway DATEV | Direktanbindung, höchste Kompatibilität, weniger Steuerberater-Stunden |
| 500+ Bestellungen/Mo, Vollautomatisierung | BuchhaltungsButler | Stärkste Automatisierung, intelligentes Belegmatching, GoBD-zertifiziert |
| Bereits Lexware-Nutzer | Lexware | Keine Migration nötig, bekannte Oberfläche, Shopify-Integration via App |
| Freelancer oder Nebenerwerb | Fastbill | Günstiger Einstieg, simpel, ausreichend für kleine Umsätze |
Noch unsicher, ob Shopify das richtige System für dich ist? Unser WooCommerce vs. Shopify Vergleich hilft bei der Grundsatzfrage – inklusive Kostengegenüberstellung.
Shopify Buchhaltung professionell aufsetzen?
Lass uns gemeinsam schauen, was wir für deinen Online-Shop herausholen können.
Häufige Fragen zur Shopify Buchhaltung
Shopify erstellt standardmäßig keine GoBD-konformen Rechnungen. Die integrierten Bestellbestätigungen erfüllen nicht die deutschen gesetzlichen Anforderungen. Du brauchst eine App wie Order Printer Pro oder Sufio – oder besser noch die Integration einer Buchhaltungssoftware wie lexoffice oder sevDesk. Diese erstellen automatisch bei jeder Bestellung eine rechtssichere Rechnung mit allen Pflichtangaben (Name, Adresse, USt-IdNr., lückenlose Rechnungsnummer, Steuerausweis) und archivieren sie GoBD-konform für 10 Jahre.
Die Shopify Abrechnung ist die monatliche Rechnung von Shopify an dich – für deinen Plan, Apps und Transaktionsgebühren. Die Shopify Buchhaltung umfasst alles, was du für deine eigene Buchführung gegenüber dem Finanzamt brauchst: Kundenforderungen, Zahlungseingänge, Retouren, Umsatzsteuer und lückenlose Dokumentation aller Geschäftsvorgänge. Beide sind buchhalterisch relevant – die Shopify-Rechnung als Betriebsausgabe, deine eigene Buchführung als Grundlage für die Steuererklärung.
Über Apps wie Pathway Solutions Buchhaltungsexport Pro oder den DATEV-Export in lexoffice und sevDesk werden alle Shopify-Transaktionen (Bestellungen, Zahlungen, Retouren) automatisch in ein DATEV-kompatibles Format umgewandelt. Dein Steuerberater importiert diese Datei direkt in DATEV – ohne manuelle Eingabe. Das spart erheblich Zeit und eliminiert Übertragungsfehler. Wichtig: Frag deinen Steuerberater vorab, welches Exportformat er bevorzugt (EXTF oder Online-Direktanbindung).
Ja, wenn du der Regelbesteuerung unterliegt (kein Kleinunternehmer nach § 19 UStG). Die Voranmeldung erfolgt monatlich oder quartalsweise beim Finanzamt. Gute Buchhaltungssoftware wie lexoffice oder sevDesk bereitet die Daten aus deinen Shopify-Transaktionen automatisch auf und vereinfacht die Meldung erheblich. Kleinunternehmer sind von der Voranmeldung befreit, müssen aber trotzdem eine Jahressteuererklärung abgeben.
Das One-Stop-Shop (OSS)-Verfahren betrifft dich, sobald du B2C in andere EU-Länder verkaufst und deine EU-weiten Fernverkäufe die Jahresschwelle von 10.000 Euro überschreiten. Dann musst du dich beim Bundeszentralamt für Steuern registrieren und quartalsweise OSS-Meldungen einreichen. Shopify zeigt länderspezifische Steuersätze automatisch an – aber für die korrekte buchhalterische Aufschlüsselung brauchst du eine Buchhaltungssoftware, die OSS-Reporting unterstützt.
Lexoffice Shopify ist die bessere Wahl für Einsteiger und Shops unter 300 Bestellungen/Monat: günstiger Einstieg, schnelle Einrichtung, direkte DATEV-Anbindung. SevDesk Shopify punktet für wachsende Shops, die neben der Buchhaltung auch die Warenwirtschaft digital abbilden wollen. Beide sind GoBD-zertifiziert und bieten DATEV-Export – die Entscheidung hängt davon ab, ob du zusätzlich Lagerverwaltung brauchst.
In Deutschland gilt eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren für Rechnungen und Buchungsunterlagen (§ 147 AO). Digitale Archivierung ist erlaubt und empfehlenswert – vorausgesetzt, die Dokumente sind unveränderlich gespeichert und jederzeit lesbar abrufbar (GoBD-konform). Gute Buchhaltungssoftware wie lexoffice oder sevDesk übernimmt die Archivierung vollautomatisch und garantiert GoBD-konforme Unveränderlichkeit.
Seit Januar 2025 müssen alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen im strukturierten Format (ZUGFeRD oder XRechnung) empfangen können. Die Pflicht zum Ausstellen von E-Rechnungen wird bis 2028 schrittweise ausgeweitet. Als Shopify-Händler bist du betroffen, wenn du an andere Unternehmen (B2B) verkaufst. Für B2C-Verkäufe an Endverbraucher gilt die Pflicht nicht direkt. Prüfe, ob deine Buchhaltungssoftware E-Rechnungsformate unterstützt – lexoffice und sevDesk tun es.
Grundsätzlich ja – vor allem als Kleinunternehmer oder bei einfacher EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung). Tools wie lexoffice oder sevDesk sind bewusst so gestaltet, dass Händler ohne Buchhaltungskenntnisse damit klarkommen. Sobald du wächst, international verkaufst, Mitarbeiter hast oder in der doppelten Buchführung arbeitest, empfehlen wir einen Steuerberater – die Investition rechnet sich durch vermiedene Fehler und Bußgelder schnell.