Jede Bestellung in deinem Shopify-Shop erzeugt steuerrechtliche Pflichten. Eine davon: eine ordnungsgemäße Rechnung nach §14 UStG. Was viele nicht wissen: Shopify erstellt standardmäßig keine GoBD-konformen Rechnungen. Die eingebaute Bestellbestätigung ist steuerrechtlich kein gültiger Beleg. Keine fortlaufende Rechnungsnummer, kein Leistungsdatum, keine korrekte Umsatzsteueraufschlüsselung. Bei einer Betriebsprüfung reicht das nicht.
Dieser Guide zeigt dir, welche vier Methoden es für die Shopify Rechnungserstellung gibt, welche Apps wirklich GoBD-konform sind und was du bis 2027 für die E-Rechnungspflicht vorbereiten musst.
10 J.
gesetzliche Aufbewahrungspflicht für GoBD-konforme Shopify-Rechnungen
2028
alle B2B-Händler müssen XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen
12+
Pflichtangaben nach §14 UStG, die auf jeder Shopify-Rechnung stehen müssen
0 €
kann Shopify nativ für GoBD-konforme Rechnungserstellung leisten
Was Shopify standardmäßig bei der Rechnungserstellung kann und was nicht
Shopify bietet dir von Haus aus eine Bestellbestätigung per E-Mail. Viele Händler verwechseln diese mit einer Rechnung. Das ist ein teurer Irrtum.
Die Bestellbestätigung ist keine Rechnung
Eine Bestellbestätigung informiert den Kunden über seinen Kauf. Eine Rechnung nach §14 UStG ist ein steuerrechtlich verbindliches Dokument mit konkreten Pflichtangaben. Was das in der Praxis bedeutet: Deine Kunden können aus einer Bestellbestätigung keine Vorsteuer ziehen, du erfüllst keine GoBD-Anforderungen, und bei einer Betriebsprüfung fehlen saubere Buchungsbelege.
Shopify Tax: Was das native Feature wirklich leistet
Seit Oktober 2024 bietet Shopify mit “Shopify Tax” eine erweiterte Steuerfunktion. Sie berechnet Umsatzsteuer korrekt, auch für verschiedene Länder und OSS-Szenarien. Was Shopify Tax aber nicht leistet: revisionssichere Archivierung von Rechnungen, fortlaufende Rechnungsnummern nach GoBD-Standard und die Unveränderlichkeit von Rechnungsdokumenten.
Shopify Rechnung erstellen: Pflichtangaben nach §14 UStG
Was genau auf einer Shopify-Rechnung stehen muss, schreibt §14 UStG vor. Hier die vollständige Checkliste:
Checkliste: Pflichtangaben für Shopify-Rechnungen nach §14 UStG
Vollständiger Name und Anschrift des Rechnungsausstellers
Dein Firmenname und deine vollständige Geschäftsadresse
Vollständiger Name und Anschrift des Rechnungsempfängers
Name und Adresse des Käufers
Steuernummer ODER USt-IdNr.
Mindestens eines von beiden muss angegeben sein
Rechnungsdatum
Datum der Ausstellung der Rechnung
Fortlaufende Rechnungsnummer
Einmalige, lückenlose Nummerierung, Shopify nativ unzuverlässig
Genaue Leistungs- oder Produktbeschreibung
Art, Menge und Umfang der gelieferten Ware
Lieferdatum oder Leistungszeitraum
Wann wurde die Ware geliefert oder die Leistung erbracht?
Nettobetrag
Betrag ohne Umsatzsteuer, nach Rabatten
Umsatzsteuersatz in Prozent
Anzuwendender Steuersatz, z.B. 19% oder 7%
Umsatzsteuerbetrag
Der absolute Steuerbetrag in Euro
Bruttobetrag
Gesamtbetrag inklusive Umsatzsteuer
Hinweis bei Steuerfreiheit
z.B. §19 UStG Kleinunternehmer, Reverse Charge oder §4 UStG
GoBD-Konformität erklärt: Warum Shopify allein nicht ausreicht
Die GoBD, ausgeschrieben Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form, stellen technische Anforderungen an dein Buchführungssystem. Sie gehen über die Pflichtangaben nach §14 UStG hinaus.
Die 4 GoBD-Anforderungen für Shopify-Rechnungen
1. Unveränderlichkeit: Einmal erstellte Rechnungen dürfen nicht nachträglich verändert werden, ohne dass eine Stornierung und Neuausstellung dokumentiert wird. Shopify-Bestelldaten können jederzeit bearbeitet werden. Damit ist Shopify nativ nicht GoBD-konform.
2. Fortlaufende Rechnungsnummern: Die Nummerierung muss lückenlos und nachvollziehbar sein. Shopify verwaltet Bestellnummern, keine Rechnungsnummern. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
3. Revisionssichere Archivierung: Rechnungen müssen 10 Jahre lang so aufbewahrt werden, dass Echtheit, Unversehrtheit und Lesbarkeit jederzeit gewährleistet sind. Eine gespeicherte PDF in deinem Shopify-Backend reicht dafür nicht.
4. Maschinelle Auswertbarkeit: Deine Buchhaltungsdaten müssen für den Steuerprüfer jederzeit maschinenlesbar abrufbar sein.
Shopify Rechnungen automatisch erstellen: 4 Methoden im Überblick
Für die automatische Shopify Rechnungserstellung gibt es vier Wege. Welcher sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie viele Bestellungen du im Monat bearbeitest und ob du B2B oder B2C verkaufst.
Methode 1: Native Shopify-Funktion (für sehr einfache Fälle)
Shopify erlaubt es, über den Admin eine Rechnung manuell zu erstellen und zu versenden. Das geht über Bestellungen, dann Rechnung erstellen. Diese Methode eignet sich ausschließlich für einzelne manuelle Bestellungen, nicht für automatische Rechnungen bei jedem Checkout. GoBD-konform ist diese Methode nicht.
Methode 2: Shopify Invoice App (schnell, günstig, für B2C)
Reine Invoice-Apps aus dem Shopify App Store erstellen automatisch PDFs bei jeder Bestellung und versenden sie per E-Mail. Sie sind einfach einzurichten, günstig und ausreichend für B2C-Shops ohne komplexe steuerliche Anforderungen. Für Deutschland gelten aber Einschränkungen bei GoBD-Konformität.
Methode 3: Deutsche Buchhaltungssoftware mit Shopify-Integration
Lexware Office, sevdesk, easybill und ähnliche Lösungen synchronisieren deine Shopify-Bestellungen und erstellen daraus vollständig GoBD-konforme Rechnungen mit DATEV-Export. Wer seine Buchhaltung von Grund auf sauber aufstellen will, ist hier richtig. Wie die Verbindung mit Lexware Office konkret funktioniert, haben wir in unserem Artikel zur Shopify Lexoffice Integration beschrieben.
Methode 4: Warenwirtschaft mit Rechnungsmodul
Billbee und ähnliche Multichannel-Warenwirtschaftssysteme kombinieren Rechnungserstellung mit Bestandsverwaltung und Multichannel-Verkauf (Amazon, eBay, Etsy). Sie sind sinnvoll, wenn du auf mehreren Plattformen verkaufst und alles in einem System abbilden möchtest.
Welche Methode passt zu deinem Shopify-Shop?
Wir analysieren dein Geschäftsmodell und zeigen dir, welche Rechnungslösung für dich rechtssicher, wartungsarm und kosteneffizient ist. Kostenlos im Erstgespräch.
Die besten Apps für Shopify Rechnungen erstellen: Vergleich 2026
Entscheidungsmatrix: Welche App passt zu wem?
| App / Tool | GoBD-konform | E-Rechnung | DATEV-Export | Preis | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|
| Order Printer Pro | Eingeschränkt | Nein | Nein | ab 0 $/Monat | Internationale B2C-Shops |
| Sufio | Mit Konfiguration | Ja (ZUGFeRD) | Nein | ab 7 $/Monat | B2B, international |
| pathway Rechnungsprinter Pro | Ja (zertifiziert) | Ja (ZUGFeRD) | Ja | Volumenbasiert | Deutsche Händler, DATEV |
| Lexware Office | Ja | Ja | Ja | ab 19,90 €/Monat | KMU, Freiberufler |
| sevdesk | Ja (zertifiziert) | Ja | Ja | ab 19,90 €/Monat | Wachstums-Shops |
| easybill | Ja | Ja | Ja | ab 19 €/Monat | Multichannel-Händler |
| Billbee | Ja | Ja | Ja | ab 9 €/Monat | Multichannel + Warenwirtschaft |
Order Printer Pro: Beliebt, aber mit Einschränkungen für Deutschland
Order Printer Pro ist mit über 2.400 Bewertungen die meistbewertete Shopify Invoice App. Sie erstellt anpassbare PDF-Rechnungen, sendet sie automatisch per E-Mail und unterstützt Massenversand. Für internationale B2C-Shops ist sie eine solide Wahl. Für deutsche Händler gibt es aber ein Problem: Der Tamper-Schutz, also die Unveränderlichkeit von Rechnungen, ist nicht zertifiziert. Steuerberater empfehlen Order Printer Pro daher nicht als alleinige Lösung für GoBD-konforme Shopify Rechnungen.
Sufio: Die internationale B2B-Lösung
Sufio bietet von allen reinen Invoice-Apps die umfangreichste E-Rechnung-Unterstützung, inklusive PEPPOL, ZUGFeRD und Factur-X. Für Shopify Plus-Händler mit internationalen B2B-Kunden ist Sufio eine starke Option. Die Preisgestaltung ist transaktionsbasiert, was bei hohem Volumen teuer werden kann.
pathway Rechnungsprinter Pro: Die deutsche Spezial-Lösung
pathway ist die einzige Shopify Invoice App mit GoBD-Zertifizierung, ZUGFeRD-Support und direktem DATEV-Export in einem. Rechnungen werden auf deutschen Servern revisionssicher archiviert. Wer eine reine Rechnungs-App ohne vollständige Buchhaltungssoftware sucht, kommt an pathway für Deutschland kaum vorbei.
Lexware Office, sevdesk, easybill: Vollständige Buchhaltungslösungen
Lexware Office, sevdesk und easybill beschränken sich nicht auf Rechnungen. Sie synchronisieren alle Shopify-Bestellungen, erstellen GoBD-konforme Rechnungen automatisch, gleichen Zahlungseingänge ab und bereiten DATEV-Exporte vor. Mit diesen Tools läuft die gesamte Buchhaltung über eine Plattform, nicht nur die Rechnungserstellung.
Welche Buchhaltungssoftware passt, hängt auch vom Zahlungsanbieter ab. Die Abstimmung von Zahlungseingängen läuft je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Einen Überblick über die relevanten Zahlungsanbieter für Shopify findest du in einem eigenen Artikel.
Schritt-für-Schritt: Shopify Rechnungen automatisch erstellen mit pathway
Diese Anleitung zeigt die Einrichtung von pathway Rechnungsprinter Pro, weil es unter den reinen Invoice Apps für Deutschland am vollständigsten aufgestellt ist.
App im Shopify App Store installieren
Suche im Shopify App Store nach “pathway Rechnungsprinter Pro” und klicke auf Installieren. Die App benötigt Zugriff auf Bestellungen, Kunden und Produkte.
Stammdaten und Steuernummer hinterlegen
Trage im App-Dashboard deinen vollständigen Firmennamen, deine Adresse, deine Steuernummer oder USt-IdNr. und dein Bankverbindung ein. Diese Daten erscheinen auf jeder Rechnung.
Rechnungsvorlage anpassen
Passe Logo, Farben und Layout an dein Corporate Design an. Stelle sicher, dass alle §14-UStG-Pflichtfelder aktiviert sind, insbesondere Leistungsdatum und Rechnungsnummernkreis.
Automatischen Rechnungsversand aktivieren
Unter “Automatisierung” legst du fest, bei welchem Trigger die Rechnung erstellt wird: nach Bestelleingang, nach Zahlung oder nach Versand. Für B2C empfehlen wir den Trigger “nach Zahlung bestätigt”.
Testrechnung mit einer Shopify-Testbestellung prüfen
Erstelle eine Testbestellung in deinem Shop und prüfe, ob alle Pflichtangaben korrekt erscheinen. Wie du eine Testbestellung in Shopify anlegst, erklären wir in unserem Artikel zum Shopify Testbestellungen anlegen.
DATEV-Export für Steuerberater einrichten (optional)
Falls dein Steuerberater DATEV nutzt, aktiviere das DATEV-Export-Add-on. Exportiere monatlich und übergib die Dateien direkt oder richte einen automatischen Export ein.
E-Rechnungspflicht 2025 bis 2028: Was Shopify-Händler jetzt tun müssen
Ab 2028 müssen alle deutschen Unternehmen im B2B-Bereich strukturierte elektronische Rechnungen ausstellen, entweder als XRechnung oder als ZUGFeRD. Die Übergangsfrist läuft, aber viele Shopify-Händler haben noch keine E-Rechnung-fähige Lösung eingerichtet.
Der Zeitplan für Shopify-Händler
Empfangspflicht gilt sofort
Alle deutschen B2B-Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können. Das gilt seit 1. Januar 2025.
Übergangsfrist: PDF und Papier noch erlaubt
Unternehmen dürfen bis Ende 2026 weiterhin PDF-Rechnungen und Papierrechnungen ausstellen.
Großunternehmen müssen E-Rechnungen ausstellen
Unternehmen mit mehr als 800.000 EUR Jahresumsatz müssen XRechnung oder ZUGFeRD ausstellen.
Alle B2B-Unternehmen, Pflicht ohne Ausnahme
Jedes deutsche Unternehmen, das B2B-Rechnungen ausstellt, muss strukturierte E-Rechnungen versenden.
Was bedeutet das für deinen Shopify-Shop konkret?
Wenn du ausschließlich an Privatpersonen (B2C) verkaufst, bist du von der Ausstellungspflicht nicht direkt betroffen. Du musst aber E-Rechnungen empfangen können, wenn du selbst Waren von Lieferanten beziehst.
Wenn du auch an Geschäftskunden (B2B) verkaufst, musst du spätestens ab 2027 oder 2028 XRechnung oder ZUGFeRD-Rechnungen ausstellen. Shopify kann das nativ nicht. Du brauchst pathway, Sufio, sevdesk, Lexware Office oder easybill.
Sonderfälle bei der Shopify Rechnungserstellung
Shopify Rechnungen als Kleinunternehmer nach §19 UStG erstellen
Wenn dein Vorjahresumsatz unter 25.000 EUR lag, fällst du unter die Kleinunternehmerregelung. Das ändert einiges an deiner Rechnungserstellung:
- Du berechnest keine Umsatzsteuer
- Auf jeder Rechnung muss stehen: “Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.”
- In Shopify deaktivierst du die Steuerberechnung unter Einstellungen, dann Steuern und Zölle, dann alle Steuersätze auf 0% setzen
- In deiner Invoice App oder Vorlage fügst du den §19-Hinweis als Pflichttext ein
Shopify Rechnungen für B2B-Kunden mit Reverse Charge
Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen an B2B-Kunden in anderen EU-Ländern greift der Reverse-Charge-Mechanismus. Der Leistungsempfänger schuldet die Umsatzsteuer in seinem Land. Auf deiner Rechnung muss dann stehen: “Reverse Charge: Der Leistungsempfänger ist Steuerschuldner.”
Shopify Tax unterstützt diese Konfiguration, du musst sie aber aktiv einrichten und in deiner Invoice App entsprechend abbilden. Besonders für B2B-Shops lohnt es sich, die Shopify Metafields für Kundensegmentierung zu nutzen, um B2B- und B2C-Kunden unterschiedliche Rechnungsvorlagen automatisch zuzuweisen.
Stornorechnung und Gutschrift in Shopify
Wenn eine Rechnung falsch ausgestellt wurde, kannst du sie nicht einfach löschen oder bearbeiten. Das wäre ein GoBD-Verstoß. Der korrekte Weg:
- Storniere die fehlerhafte Rechnung mit einer Stornorechnung (oder Gutschrift), die denselben Betrag negativ ausweist
- Weise in der Stornorechnung auf die ursprüngliche Rechnungsnummer hin
- Stelle anschließend eine neue, korrekte Rechnung aus
Die meisten GoBD-konformen Rechnungs-Apps, darunter pathway, Lexware Office und sevdesk, haben dafür einen eingebauten Stornierungsworkflow.
Rechnungen für vergangene Shopify-Bestellungen nachträglich erstellen
Wenn du bisher keine ordnungsgemäßen Rechnungen erstellt hast und diese nachträglich brauchst, gibt es zwei Szenarien: Für Bestellungen, bei denen du noch keinen Jahresabschluss erstellt hast, kannst du Rechnungen rückwirkend erstellen. Das Rechnungsdatum muss aber das Ausstellungsdatum sein, nicht das Bestelldatum. Liegt der Zeitraum im abgeschlossenen Geschäftsjahr, solltest du deinen Steuerberater einbeziehen.
Troubleshooting: Häufige Probleme bei Shopify Rechnungen
Doppelte Rechnungsnummern
Wenn zwei Apps gleichzeitig Rechnungen erstellen oder eine App neu installiert wird, können doppelte Rechnungsnummern entstehen. Lösung: Deaktiviere eine App vollständig, bevor du eine andere aktivierst. Setze den Startnummernkreis in der neuen App auf einen Wert, der deutlich über der letzten Rechnungsnummer liegt.
Fehlende USt-IdNr. bei EU-Kunden
Wenn dein B2B-Kunde keine USt-IdNr. angibt, kannst du die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen nicht anwenden. In diesem Fall muss die deutsche Umsatzsteuer berechnet werden. Sufio und pathway unterstützen die VIES-Validierung der USt-IdNr. direkt im Checkout.
Rechnungs-E-Mails landen im Spam
Das liegt häufig am Absender der E-Mail. Wenn deine Invoice App eine generische Shopify-E-Mail-Adresse nutzt, kann das Spam-Filter triggern. Richte eine eigene Absenderadresse ein und authentifiziere sie per SPF, DKIM und DMARC. Mehr dazu findest du im Kontext der allgemeinen Shopify Tipps für mehr Sichtbarkeit, wo wir auch E-Mail-Deliverability ansprechen.
Rechnungsbeträge stimmen nicht mit Shopify-Bestellungen überein
Das passiert häufig bei Rabatten, Gutscheinen oder Versandkosten, die in der App nicht korrekt konfiguriert sind. Überprüfe in den App-Einstellungen, wie Rabatte, Gutschrift-Gutscheine und Versandkosten auf der Rechnung abgebildet werden sollen. Erstelle danach eine Testbestellung und vergleiche den Rechnungsbetrag mit dem Shopify-Admin.
DSGVO und GoBD im Spannungsfeld: Aufbewahrung vs. Löschrecht
Manchmal verlangen Kunden nach der DSGVO die Löschung ihrer Daten. Rechnungen müssen aber 10 Jahre aufbewahrt werden. Beides zusammen klingt widersprüchlich.
Die Rechtslage ist klar: Die Aufbewahrungspflicht nach §147 AO überlagert das DSGVO-Löschrecht. Du musst Rechnungen 10 Jahre aufbewahren, auch wenn ein Kunde Löschung verlangt. Was du tun kannst: Marketing-Profile, Tracking-Daten und sonstige nicht buchhalterische Kundendaten löschen. Die Rechnungsdaten bleiben eingefroren.
Rechnungsprozess noch nicht rechtssicher?
Wir richten deine Shopify-Rechnungslösung GoBD-konform ein, von der App-Auswahl bis zum DATEV-Export. In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir, was bei dir fehlt.
Shopify Rechnungserstellung und die Wahl des richtigen Shop-Systems
Du bist noch beim Aufbau deines Shops und fragst dich, ob Shopify überhaupt die richtige Plattform ist? In unserem Shopify vs. WooCommerce Vergleich haben wir auch Buchhaltungs- und Rechnungsintegration beider Systeme gegenübergestellt. Shopify hat beim Thema GoBD-konforme Apps einen deutlichen Vorteil, weil der App Store mehr zertifizierte deutsche Lösungen bietet als das WooCommerce-Plugin-Ökosystem.
Wer seinen Shopify Shop professionell erstellen lässt, richtet die Rechnungsautomatisierung sinnvollerweise gleich beim Shop-Setup ein. Nachträglich integrieren ist immer aufwendiger als von Beginn an sauber aufzusetzen.
FAQ: Shopify Rechnungen erstellen
Shopify kann keine GoBD-konformen Rechnungen nativ und automatisch erstellen. Die eingebaute Funktion zum Erstellen von Rechnungen ist manuell und erfüllt nicht alle deutschen Anforderungen. Für automatische Rechnungserstellung brauchst du eine App wie pathway Rechnungsprinter Pro, sevdesk, Lexware Office oder easybill.
Auf einer deutschen Shopify-Rechnung müssen nach §14 UStG mindestens stehen: vollständiger Name und Adresse von Aussteller und Empfänger, Steuernummer oder USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Produktbeschreibung mit Menge, Lieferdatum oder Leistungszeitraum, Nettobetrag, Umsatzsteuersatz und -betrag sowie der Bruttobetrag.
Nein, Shopify ist nativ nicht GoBD-konform. Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung von Büchern verlangen unter anderem unveränderliche Rechnungen, revisionssichere Archivierung und fortlaufende Rechnungsnummern. Shopify ermöglicht das Bearbeiten von Bestelldaten und bietet keine zertifizierte Archivierung. Du brauchst eine externe Lösung wie pathway, Lexware Office oder sevdesk.
Eine Bestellbestätigung informiert den Kunden über seinen Kauf und hat keinen steuerrechtlichen Wert. Eine Rechnung nach §14 UStG ist ein rechtlich verbindliches Dokument mit allen Pflichtangaben. Kunden können aus einer Bestellbestätigung keine Vorsteuer abziehen. Shopify versendet standardmäßig Bestellbestätigungen, keine Rechnungen.
Für deutsche Händler ist pathway Rechnungsprinter Pro die umfassendste reine Invoice-App, da sie GoBD-zertifiziert ist, E-Rechnung (ZUGFeRD) unterstützt und einen direkten DATEV-Export bietet. Wer eine vollständige Buchhaltungssoftware mit Shopify-Integration sucht, ist mit sevdesk (Testsieger 2026), Lexware Office oder easybill gut beraten.
Die Kosten variieren stark: pathway Rechnungsprinter Pro hat volumenbasierte Preise ohne monatliche Grundgebühr. Sufio startet bei 7 USD pro Monat. Lexware Office, sevdesk und easybill kosten als vollständige Buchhaltungslösungen ab etwa 19 bis 25 EUR pro Monat. Dazu können Add-ons für DATEV-Export oder E-Rechnung kommen.
Rechnungen müssen nach §147 AO 10 Jahre lang revisionssicher aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Ende des Geschäftsjahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde. Eine einfache PDF im Shopify-Backend reicht dafür nicht, da Shopify keine revisionssichere Archivierung garantiert.
Ja, auch Kleinunternehmer nach §19 UStG müssen Rechnungen ausstellen. Der Unterschied: Du berechnest keine Umsatzsteuer und musst auf jeder Rechnung den Hinweis 'Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.' angeben. In Shopify deaktivierst du die Steuerberechnung und passt deine Rechnungsvorlage um diesen Pflichttext an.
Die E-Rechnungspflicht schreibt vor, dass B2B-Rechnungen in strukturierten Formaten wie XRechnung oder ZUGFeRD ausgestellt werden müssen. Ab 1. Januar 2025 müssen alle deutschen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 2027 müssen Großunternehmen über 800.000 EUR Umsatz E-Rechnungen ausstellen, ab 2028 alle deutschen B2B-Unternehmen. Shopify unterstützt das nativ nicht, dafür braucht es eine entsprechende App.
Nein, eine ausgestellte Rechnung darf nicht direkt bearbeitet werden. Das wäre ein GoBD-Verstoß. Der korrekte Weg ist eine Stornorechnung oder Gutschrift mit demselben Betrag negativ, mit Verweis auf die ursprüngliche Rechnungsnummer. Danach stellst du eine neue, korrekte Rechnung aus. GoBD-konforme Apps wie pathway, Lexware Office und sevdesk haben dafür einen eingebauten Workflow.
Shopify selbst vergibt keine fortlaufenden Rechnungsnummern. Du brauchst eine Invoice App oder Buchhaltungssoftware. Beim Einrichten legst du einen Startnummernkreis fest, zum Beispiel 2026-0001. Die App vergibt dann automatisch aufsteigende Nummern. Wichtig: Setze den Nummernkreis nie zurück und wechsle nicht zwischen mehreren Apps, die gleichzeitig Nummern vergeben.
XRechnung ist ein reines XML-Format ohne visuelle Darstellung. Es ist für den maschinenlesbaren Austausch, vor allem mit Behörden und Großunternehmen, konzipiert. ZUGFeRD ist ein Hybridformat: ein lesbares PDF mit einem eingebetteten XML-Datensatz. Für die meisten Shopify-Händler ist ZUGFeRD die praktischere Wahl, weil Kunden weiterhin ein lesbares Dokument erhalten und es trotzdem maschinenlesbar ist.
Fazit: Shopify Rechnungen erstellen und rechtssicher automatisieren
Shopify kann bei der deutschen Rechnungsgesetzgebung nativ nicht mithalten. Für GoBD-konforme Shopify Rechnungen brauchst du eine externe Lösung, entweder eine spezialisierte Invoice App wie pathway oder eine vollständige Buchhaltungssoftware wie sevdesk, Lexware Office oder easybill.
Kurze Orientierung für die Wahl:
Reiner B2C-Shop mit überschaubarer Buchhaltung: pathway Rechnungsprinter Pro oder Order Printer Pro mit manueller GoBD-Prüfung. Wachsender Shop mit eigenem Steuerberater: Lexware Office oder sevdesk, damit die gesamte Buchhaltung läuft. Multichannel-Händler über Amazon, eBay oder Etsy: easybill oder Billbee. B2B-Händler mit internationalen Kunden: Sufio für E-Rechnung und EU-Compliance. Alle deutschen B2B-Shops: E-Rechnung-fähige Lösung vor 2027 einrichten, nicht im letzten Quartal.
Wer heute noch manuell aus Shopify-Bestellungen Rechnungen baut, steckt jede Woche Stunden in Arbeit, die sich vollständig automatisieren lässt. Gleichzeitig wächst das steuerliche Risiko mit jedem Monat ohne GoBD-konforme Archivierung.
Shopify Rechnungen rechtssicher automatisieren
Wir richten deine Shopify-Rechnungslösung komplett ein: App-Auswahl, GoBD-Konfiguration, DATEV-Anbindung und E-Rechnung-Vorbereitung. In einem kostenlosen Erstgespräch zeigen wir dir den schnellsten Weg.