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Webflow Erfahrungen

Christian Schmelzle

Lesezeit
11 Minuten
Datum
04. Februar 2021
Wer sich fragt was genau Webflow ist und was man damit machen kann, ist in diesem Artikel genau richtig. Wir werden gemeinsam die Pros und Contras sowie ob sich der Einsatz lohnt oder nicht, betrachten.
Webflow Erfahrungen

Was genau ist Webflow?

Bei Webflow handelt es sich um ein Online Toolkit, welches das Erstellen und Betreiben von Websites ermöglicht. Webflow möchte mit seinem Angebot die “Code-Barriere-brechen”, so der Anbieter. Wer sich das Tool aber genau ansieht, wird schnell feststellen, dass Webflow seinen Nutzern nichtsdestotrotz ein gewisses VerstĂ€ndnis fĂŒr ProgrammiervorgĂ€ngen abverlangt. Wer mit HTML und CSS noch keine BerĂŒhrungspunkte hatte oder dies eine Fremdsprache ist, wird hier schnell an seine Grenzen stoßen. Begrifflichkeiten wie Padding oder Margin sollten ebenfalls kein Fremdwort sein. Wer sich in diesen Bereichen jedoch etwas auskennt, kann die Vorteile das Tool vollstĂ€ndig auskosten und im Gegenzug zur manuellen Programmierung Zeit sparen.

Webflow Kosten

Diese PlÀne werden bei Webflow angeboten

Zu unterscheiden ist hierbei in Site- und Account-Plans. Wer mit Webflow startet wird höchstwahrscheinlich nicht direkt mit einem Account-Plan, sondern mit einem Site-Plan beginnen, daher fangen wir erst einmal mit diesem Tarif an. Hier ist zu erwÀhnen, dass es einen begrenzten, kostenlosen Plan gibt, der es Nutzern erlaubt bis zu zwei Seiten auf einer weblof.io Subdomain zu veröffentlichen. Ebenfalls gibt es verschiedene kostenpflichtige PlÀne, die das veröffentlichen von personalisierten Domains erlauben.

Das Basis-Abo kostet 12 $/Monat bei jĂ€hrlicher Abrechnung sowie 15 $/Monat bei monatlicher Abrechnung. In diesem Tarif sind ebenfalls das SSL Zertifikat, CDN und eine benutzerdefinierte Domain-Veröffentlichung inbegriffen. Der zweite Tarif ist das sogenannte CMS-Abo. Dieses kostet 16 $/Monat bei jĂ€hrlicher Abrechnung und 20 $/Monat bei monatlicher Abrechnung. Mit diesem Tarif lassen sich nicht nur statische Seiten, sondern auch Items veröffentlichen. Letzteres werden vom Content Management System, kurz CMS, erschaffen. Der dritte Tarif im Bunde ist das Business-Abo Tarif. Dieser kostet 36 $/Monat bei jĂ€hrlicher Abrechnung sowie 45 $/Monat bei monatlicher Abrechnung. Dieser Tarif ist von der Funktion her eine hochskalierte Version des CMS-Abo Tarifs. Der Tarif eignet sich sehr gut fĂŒr grĂ¶ĂŸere Websites mit grĂ¶ĂŸerem Traffic.

Webflow Site-Plans

Wie bereits oben erwĂ€hnt bietet Webflow neben den Site-Plans auch Account-Plans an. Diese sind Abonnements, welche mit einem Account verbunden sind. Der kostenlose Account umfasst das Arbeiten an zwei Websites. Das Lite-Abo kostet 16 $/Monat bei jĂ€hrlicher Abrechnung sowie 24 $/Monat bei monatlicher Abrechnung. Hierbei ist das Arbeiten von 10 Projekten, Tools zum Code Export und der Projekt Transfer inklusive. Wer ebenfalls am White Labeling interessiert ist, sollte sich fĂŒr das Pro-Abo entscheiden. Hier liegen die Kosten bei jĂ€hrlicher Abrechnung bei 35 $/Monat pro Monat; bei monatlicher Abrechnung 42 $/Monat. Der Tarif eignet sich fĂŒr diejenigen, welche regelmĂ€ĂŸig an ausgewachsenen Kundenprojekten tĂ€tig sind.

Webflow Account-Plans

Die Pros und Contras zu Webflow

Pro Contra
+ Kombination von Tarifen möglich – Kein Hosting bei Buchung eines Account-Plans
+ Angemessenes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis – Einige Templates nur in bestimmten Tarife
+ Einfache Registrierung – Vorwiegend Support in englisch
+ SSL-VerschlĂŒsselung inklusive – Kombination von Tarifen kann teuer werden
+ Anlage mehrsprachiger Websites möglich – Innerhalb Team-Plans kostet jeder Nutzer
+ Spezialisiert auf responsive Websites – Benutzerrechte nur innerhalb festgelegter Tarife
+ HostingĂŒbernahme bei allen Site-Plans
+ Nutzermanagement sehr umfangreich
+ Ausgefallene Websites ohne großen Code umsetzbar

Webflow Webdesign-Tool

Wer sich das Webdesign-Tool von Webflow das erste mal ansieht, wird etwas an das Bildbearbeitungsprogramm “Photoshop” erinnert. Wer aber genauer hinsieht, stellt schnell fest, dass hier Automatisierungswerkzeuge fĂŒr HTML und CSS zur VerfĂŒgung stehen. Mit diesen lassen sich nach Belieben Elemente hinzufĂŒgen, löschen und positionieren. Hierbei muss nicht auf den Code der Website zugegriffen werden, da dieser automatisch von Webflow im Hintergrund angepasst und verĂ€ndert wird. Zu Beginn dauert es etwas sich mit dem doch komplexen Interface anzufreunden. Wer das aber Überstanden hat, beherrscht eines der aktuell wichtigsten und vielseitigsten Tools in diesem Segment.Das Webflow Webdesign Tool

Das Webdesign-Tool lĂ€sst sowohl das Starten auf einer komplett leeren Umgebung als auch die Auswahl von ĂŒber 30 kostenlosen und 100 Premium Vorlagen zu. Die kostenpflichtigen Vorlagen liegen preislich in der Regel zwischen 40 – 80 $/Vorlage. Die Vorlagen sind Kreationen der sogenannten Webflow-Community aus professionellen Entwicklern und Designern, welche nicht zum Unternehmen Webflow gehören.

Der Start auf einem weißen Blatt Papier eignet sich eher nur fĂŒr diejenigen, welche bereits CSS und HTML Erfahrungen sammeln konnten und ihr Handwerk beherrschen, um eine Seite von Grund auf aufzubauen. Wer noch nie programmiert hat, wird hier jedoch sehr schnell den Spaß verlieren.

Webflow CMS

Mit dem Content Management Bereich ergibt sich in Webflow nicht nur die Möglichkeit die Website so zu gestalten wie man es möchte, sondern ebenfalls den Inhalt auf die Seite zu setzen und bei Bedarf zu ĂŒberarbeiten. Inhaltstypen wie BlogeintrĂ€ge sind somit ebenfalls einwandfrei abbildbar. Nachdem ĂŒber die OberflĂ€che eine Sammlung erstellt wurde, können Bereiche festgelegt und Items hinzugefĂŒgt werden. Der Webflow Editor erlaubt neue Inhalte eines existierenden Typs auf bereits veröffentlichten Websites hinzuzufĂŒgen.

Webflow Content Management System

Wer schon Webflow CMS getestet hat, sieht, dass hier im Vergleich zu WordPress, etwas flexibler und vielseitiger gearbeitet werden kann. Trotzdem muss auch hier nochmal erwĂ€hnt werden, dass es eine gewisse Einarbeitungszeit in Webflow braucht, welche fĂŒr AnfĂ€nger nicht unterschĂ€tzt werden darf.

Webflow eCommerce

Wer sich bereits eine Zeit lang mit Webflow beschĂ€ftigt, weiß, dass der eCommerce Bereich fĂŒr Webflow bereits eine ganze Zeit lang sehnlichst gewĂŒnscht worden ist. Nun ist es soweit und auch diejenigen, die im eCommerce aktiv sind, finden mit Webflow eine weitere Alternative zu anderen Anbietern. Zudem ist erwĂ€hnenswert, dass es sich hier um ein vollstĂ€ndig separates Abonnement handelt.Webflow eCommerce

Inbegriffen sind ebenfalls das Produkt- und Inventarmanagement, anpassbare Warenkörbe, Bezahlfunktionen, anderweitige Verkaufsabschluss-Möglichkeiten sowie Kunden-Mailings. Ebenfalls solle es demnÀchst weitere Möglichkeiten geben, welche eine Abonnements-Funktion, aber auch den Einsatz von Rabattsystemen ermöglicht. Auf lange Sicht wird Shopify mit Webflow sicherlich einen neuen ernst zu nehmen Mitbewerber finden.

Fazit

Webflow ist ein mĂ€chtiges Tool fĂŒr all diejenigen, welche sich bereits gewisse Kenntnisse in HMTL und CSS angeeignet haben. FĂŒr AnfĂ€nger, aber auch Nutzern, die dem Programmieren aus dem Weg gehen möchten, finden in Webflow keinen Freund. Zwar wird durch Webflow das direkte Programmieren im Code weitestgehend abgenommen, das VerstĂ€ndnis ist jedoch nach wie vor Voraussetzung, um zu verstehen, womit und vor allem wie man an das gewĂŒnschte Ziel gelangt. Im Insgesamten ĂŒberzeugt Webflow mit seiner Vielseitigkeit und der Möglichkeit, dass im Bereich Individualisierung kaum Grenzen gesetzt sind.

FAQs

Wie gut ist Webflow?

Der Einsatz von Webflow eignet sich besonders gut fĂŒr die Erstellung von responsive Websites.

Welche Daten speichert Webflow?

Webflow speichert zwar auf der eigenen Website Session-Cookies und Persistent-Cookies, jedoch werden auf Kunden-Websites keine Cookies seitens Webflow erhoben.

In welchem Land steht der Webflow Server?

Auf jedem Kontinent steht mindestens ein Server von Webflow.

Wie kann ich Webflow kĂŒndigen?

Um den gesamten Vertrag zu kĂŒndigen muss der Support unter support@webflow.com kontaktiert werden. Wer jedoch nur einzelne Webprojekte löschen möchte, kann dies direkt in den Einstellungen des jeweiligen Webprojekts durchfĂŒhren.

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