Shopify testen, ohne sofort Geld auszugeben: Das geht – und zwar länger als die meisten wissen. Die aktuelle Testphase besteht aus zwei Phasen: 3 Tage komplett kostenlos, direkt gefolgt von 3 Monaten für je 1 € im Monat. Zusammen sind das 93 Tage, in denen du einen vollständigen Shopify-Shop aufbauen kannst, bevor die regulären Kosten greifen.
Dieser Artikel erklärt, was in der Testphase wirklich drin ist und was nicht – und wie du die 93 Tage so nutzt, dass du am Ende weißt, ob Shopify das richtige System für dein Business ist.
Wie funktioniert die Shopify Testphase 2026?
Die Testphase besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Phasen, die zusammen ein solides Evaluierungsfenster bieten.
Phase 1: 3 Tage kostenlos – kein Zahlungsmittel nötig
Wer sich über shopify.com/de registriert, bekommt sofort 3 Tage kostenlosen Zugang – ohne Kreditkarte, ohne Bankdaten, ohne Verpflichtung. Einzig eine E-Mail-Adresse und ein Passwort sind erforderlich.
Der Shop ist in dieser Phase vollständig einrichtbar: Produkte anlegen, Theme wählen, Zahlungsanbieter vorbereiten, Navigation konfigurieren. Was nicht geht: den Shop öffentlich zugänglich machen und echte Bestellungen annehmen. Dazu gleich mehr.
Phase 2: 3 Monate für 1 € im Monat
Direkt im Anschluss an die 3 Tage kann das 1-Euro-Angebot aktiviert werden. Dafür wird ein Plan gewählt und ein Zahlungsmittel hinterlegt. Die ersten 3 Monate kosten dann unabhängig vom gewählten Plan jeweils 1 € – auch auf dem Advanced-Plan.
Nach diesen 3 Monaten greift der reguläre Planpreis.
Was ist in der Testphase enthalten – und was nicht?
Ein häufiges Missverständnis: Der Shop ist in der Testphase nicht wirklich live. Er ist passwortgeschützt – nur du siehst ihn.
| Funktion | 3-Tage-Phase | 1-Euro-Phase (3 Monate) |
|---|---|---|
| Shop einrichten & konfigurieren | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Produkte anlegen (unbegrenzt) | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Theme auswählen und anpassen | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Apps installieren | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Testbestellungen durchführen | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Mitarbeiterzugänge anlegen | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Berichte & Analytics | ✅ Ja | ✅ Ja |
| Shopify Payments einrichten | ⚠️ Vorbereiten | ✅ Vollständig |
| Eigene Domain verbinden | ❌ Nein | ✅ Ja |
| Shop öffentlich zugänglich machen | ❌ Nein | ✅ Ja |
| Echte Bestellungen annehmen | ❌ Nein | ✅ Ja |
Ist Shopify das Richtige für dein Business?
Bevor wir zur Schritt-für-Schritt-Einrichtung kommen: die ehrlichste Frage zuerst. Shopify ist nicht für jeden die beste Wahl – und die Testphase optimal zu nutzen beginnt damit, das zu wissen.
Für wen Shopify die richtige Wahl ist
Shopify ist dann die stärkste Option, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Du willst schnell live gehen. Shopify ist in 1–3 Wochen einsatzbereit. WooCommerce-Setups dauern erfahrungsgemäß 2–4-mal länger.
- Du verkaufst physische oder digitale Produkte ohne extrem komplexe Varianten-Logik (mehr als 3 Optionen pro Produkt).
- Wartungsaufwand soll minimal sein. Kein Hosting, keine Plugin-Updates, keine Server-Konfiguration.
- Du willst multichannel verkaufen. Instagram, TikTok Shop, Amazon, Märkte – Shopify hat native Integrationen für alle relevanten Kanäle.
- Du bist aus WooCommerce oder Shopware herausgewachsen und willst ein System, das mit deinem Business skaliert statt dagegen zu arbeiten.
- Mobiler Traffic macht mehr als 50 % aus. Shopify-Themes sind von Haus aus für mobile Conversion optimiert.
Für wen Shopify möglicherweise nicht passt
Shopify hat klare Grenzen – und ein seriöser Berater sagt das:
- Sehr komplexe B2B-Preislogik. Kundenspezifische Preise, Stufenpreise, komplexe Rabattsysteme: Shopify Standard kann das nicht nativ abbilden. Shopify B2B (nur Plus) oder Apps sind nötig.
- Mehr als 3 Produktoptionen. Shopify erlaubt maximal 3 Optionen (z.B. Größe, Farbe, Material) und 100 Varianten pro Produkt. Wer darüber hinaus geht, braucht kostenpflichtige Apps.
- Sehr spezifische Checkout-Anpassungen. Der Shopify-Checkout ist nicht frei gestaltbar – außer mit Shopify Plus (ab ca. 2.300 €/Monat).
- Hauptsächlich digitale Güter oder komplexe Abo-Modelle. Shopify ist für physischen Handel optimiert. Für SaaS-Billing-Modelle gibt es bessere Systeme.
- Extrem SEO-abhängige Shops mit tiefen Kategoriestrukturen. URL-Strukturen in Shopify sind weniger flexibel als in WooCommerce. Shops die auf verschachtelte Kategoriehierarchien angewiesen sind, stoßen an Grenzen.
Shopify kostenlos testen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Konto anlegen – so geht’s
- Gehe auf shopify.com/de und klicke auf „Kostenlos testen”.
- Gib deine E-Mail-Adresse ein – das wird deine Shop-Login-E-Mail.
- Beantworte die kurzen Onboarding-Fragen (Umsatzziel, Branche etc.). Sie beeinflussen nur das Dashboard-Layout, nicht die Funktionen.
- Wähle einen Shop-Namen. Dieser wird deine
.myshopify.com-URL – sie lässt sich später nicht mehr ändern. Wähle etwas, das dein Business repräsentiert. - Richte Passwort und Basisinformationen ein.
Fertig. Du bist im Dashboard. Keine Kreditkarte, kein Formular.
Ersten Shop konfigurieren
Nach der Registrierung landet man im Shopify Admin. Die wichtigsten ersten Schritte:
Grundeinstellungen: Shopname, Rechtsform und Adresse unter Einstellungen → Allgemein eintragen. Währung (EUR für Deutschland) und Zeitzone einstellen. Maßeinheiten auf metrisch setzen.
Theme wählen: Unter Online-Shop → Themes gibt es kostenlose Themes sowie kostenpflichtige im Theme Store. Für die Testphase empfehlen wir: Fang mit dem kostenlosen Theme Dawn an. Es ist schnell, sauber, und du kannst später wechseln ohne Daten zu verlieren.
Produkte anlegen: Unter Produkte → Hinzufügen können erste Artikel erstellt werden. Für den Test reichen 5–10 Beispielprodukte mit Bild, Beschreibung und Preis.
72-Stunden-Plan: Was du in der kostenlosen Testphase realistisch schaffst
Drei Tage klingen kurz – sie sind es auch. Mit dem richtigen Fokus reicht es aber, um zu verstehen, ob Shopify zu deinem Business passt.
Tag 1 (ca. 2–3 Stunden): Fundament legen
| Aufgabe | Zeitaufwand |
|---|---|
| Shop erstellen + Grundeinstellungen | ~20 Minuten |
| Theme wählen, Farben und Schriften anpassen | ~30 Minuten |
| 5–10 Testprodukte anlegen (mit Bildern und Preisen) | ~60 Minuten |
| Navigationsstruktur aufbauen (Header, Footer) | ~30 Minuten |
| Zahlungsanbieter vorbereiten (Shopify Payments, PayPal) | ~30 Minuten |
Ziel am Ende von Tag 1: Ein Shop, der wie ein echter Shop aussieht – und an dem du prüfen kannst, ob das System für dein Sortiment funktioniert.
Tag 2 (ca. 3–4 Stunden): Tiefer gehen
Testbestellung durchführen (Bogus Gateway): Das ist die wichtigste Übung. Lege ein Testprodukt in den Warenkorb und gehe den gesamten Checkout durch. Prüfe: Stimmen die Versandoptionen? Erscheinen alle Produkte korrekt? Sind die E-Mail-Benachrichtigungen verständlich?
Versandeinstellungen konfigurieren: Versandzonen für DE/AT/CH anlegen, Flatrates oder gewichtsbasierte Preise einrichten.
Steuereinstellungen prüfen: Unter Einstellungen → Steuern und Zölle muss für Deutschland die MwSt. korrekt eingestellt sein (19 % Standardsatz, 7 % für bestimmte Produktgruppen).
2–3 Apps testen: Besuche den Shopify App Store. Installiere eine Bewertungs-App (z.B. Judge.me), schaue dir Klaviyo für E-Mail-Marketing an. Das gibt dir ein Bild davon, wie das App-Ökosystem in der Praxis funktioniert.
Tag 3 (ca. 2–3 Stunden): Entscheiden und weitermachen
Design-Feintuning: Startseite, Produktseiten, Über-uns-Seite aufbauen.
Rechtliche Seiten anlegen: Impressum, AGB, Datenschutz, Widerrufsbelehrung. Shopify bietet Vorlagen an – diese sind kein Ersatz für rechtskonforme Texte. Dazu mehr im DACH-Abschnitt weiter unten.
Entscheidung treffen: Willst du weitermachen? Dann aktiviere das 1-Euro-Angebot, hinterlege ein Zahlungsmittel und wechsle in die 3-Monats-Phase. Der Übergang ist nahtlos.
DACH-Checkliste: Was du in der Testphase einrichten musst
Das ist der Abschnitt, den kein internationaler Artikel liefern kann. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es spezifische Anforderungen, die von Anfang an bedacht werden müssen.
Shopify Payments für Deutschland einrichten
Shopify Payments ist der native Zahlungsanbieter von Shopify und die günstigste Option für deutsche Shops – weil keine externe Transaktionsgebühr anfällt. Um ihn zu aktivieren, benötigst du:
- Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag
- IBAN eines deutschen, österreichischen oder Schweizer Geschäftskontos
- Personalausweis oder Reisepass (zur Identitätsprüfung)
- Bei GmbH: Nachweis der Gesellschafterstruktur
Wichtig: Die Überprüfung durch Shopify dauert 1–5 Werktage. Starte den Antrag bereits in der Testphase, damit Payments sofort aktiv ist, wenn der Shop live geht.
MwSt.-Einstellungen für Deutschland
- Unter Einstellungen → Steuern und Zölle → Deutschland: 19 % und 7 % korrekt den Produktgruppen zuordnen.
- Bei Lieferungen in andere EU-Länder: OSS-Verfahren (One-Stop-Shop) prüfen. Ab 10.000 € Jahresumsatz ins EU-Ausland ist OSS-Registrierung Pflicht.
- Shopify kann Steuerberechnungen automatisieren – aber die Korrektheit liegt beim Händler, nicht bei der Plattform.
Impressum und Pflichtangaben
Shopify legt kein Impressum automatisch an. Es muss manuell unter Online-Shop → Seiten → Seite hinzufügen erstellt werden.
Pflichtangaben für Deutschland:
- Vollständiger Name oder Firma
- Anschrift (keine Postbox)
- E-Mail-Adresse
- Bei GmbH: Registergericht, Handelsregisternummer, Geschäftsführer
- Bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen: Umsatzsteuer-ID
Das Impressum muss von jeder Seite erreichbar sein – also zwingend in den Footer einbinden.
DSGVO-Grundlagen
Shopify ist technisch DSGVO-kompatibel gestaltbar, aber nicht automatisch konform. Diese Punkte sind Pflicht:
- Cookie-Consent-Banner: Shopify hat seit 2023 ein eingebautes Cookie-Banner. Es deckt Shopify-eigene Cookies ab – für externe Apps (Google Analytics, Meta Pixel etc.) braucht es eine dedizierte Consent-Management-Lösung wie Cookiebot oder Usercentrics.
- Datenschutzerklärung: Shopify bietet Vorlagen an. Diese sind Ausgangspunkte, keine fertigen rechtssicheren Texte.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Shopify stellt einen AVV bereit, der direkt im Shopify Admin abgeschlossen werden kann. Das sollte vor dem Go-live erledigt sein.
Testphase als Migrations-Sandbox: So testest du den Wechsel von WooCommerce oder Shopware
Das ist der Use Case, über den kaum ein anderer Artikel schreibt – dabei ist er für einen großen Teil derjenigen, die nach “Shopify kostenlos testen” suchen, der relevanteste.
Du hast einen laufenden WooCommerce- oder Shopware-Shop. Du denkst über einen Wechsel nach. Die Shopify-Testphase ist der ideale Moment, den Wechsel zu simulieren – ohne dass dein aktueller Shop auch nur eine Minute offline ist.
Was du in der Testphase migrieren und testen kannst
Produktdaten importieren: Shopify bietet einen eingebauten CSV-Import für Produkte. Für strukturiertere Migrationen empfehlen sich:
- Matrixify (ehemals Excelify): Der leistungsstärkste Import-Export-Service für Shopify. Kann Produkte, Kunden, Bestellungen und Metadaten aus WooCommerce oder Shopware übertragen.
- Store Importer App (kostenlos von Shopify): Für einfachere WooCommerce-Migrationen direkt aus dem App Store verfügbar.
Was in der Testphase testbar ist:
- Vollständiger Produktkatalog (Bilder, Varianten, Beschreibungen)
- Kategoriestruktur als Shopify Collections
- Kundenkonten-Import (Passwörter können technisch nicht übertragen werden – Kunden müssen ein neues Passwort setzen)
- Navigation und Content-Seiten
- Checkout-Flow mit Testbestellungen
- App-Äquivalente für die wichtigsten aktuellen Plugins
Was in der Testphase nicht testbar ist:
- SEO-Impact des Domain-Wechsels (der Shop ist nicht öffentlich zugänglich, Google sieht ihn nicht)
- Echte Conversion-Rates unter realem Traffic
- Performance bei tatsächlicher Last
Die kritische Frage: Welche Features aus deinem aktuellen Shop gibt es in Shopify nativ?
Diese Analyse lohnt sich in der Testphase:
| Feature | Shopify-Äquivalent | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Variable Produkte (bis 3 Optionen) | Produktvarianten | ✅ Nativ |
| Variable Produkte (4+ Optionen) | Infinite Options App | ⚠️ App nötig, ~15–20 €/Monat |
| Abonnements / Subscriptions | Recharge / Seal Subscriptions | ⚠️ App nötig, ~20–40 €/Monat |
| B2B-Preislisten | Shopify B2B | ❌ Nur Shopify Plus |
| Komplexe Versandregeln | Shopify Shipping + Apps | ⚠️ Für Standardfälle nativ |
| Produktbewertungen | Judge.me / Stamped | ⚠️ App nötig (Judge.me kostenlos) |
| Gutscheincodes | Shopify Discounts | ✅ Nativ, umfangreich |
| Blog / CMS | Shopify Blog | ⚠️ Eingeschränkter als WordPress |
| Mehrsprachigkeit | Shopify Markets | ✅ Nativ ab Basic |
Einen vollständigen Überblick über den Migrationsprozess findest du in unserem Artikel zur WooCommerce-zu-Shopify-Migration sowie zum Wechsel von Shopware zu Shopify.
Wechsel von WooCommerce oder Shopware zu Shopify?
Wir analysieren deinen aktuellen Shop kostenlos und zeigen dir, welche Funktionen sich direkt übertragen lassen – und wo echter Aufwand entsteht.
Was kostet Shopify wirklich nach der Testphase?
Die 1-Euro-Phase läuft ab. Was kommt danach? Das ist die Frage, die viele zu spät stellen.
Die Shopify-Pläne im Überblick
Basic
Fuer Einsteiger
- Online-Shop
- 2 Mitarbeiter-Accounts
- Grundberichte
- Shopify Payments
- Internationaler Verkauf
Shopify
Fuer Wachstum
- Alles aus Basic
- 5 Mitarbeiter-Accounts
- Standardberichte
- Geschenkgutscheine
- Automatisierungen
Advanced
Fuer Skalierung
- Alles aus Shopify
- 15 Mitarbeiter-Accounts
- Erweiterte Berichte
- Drittanbieter-Versandtarife
- Niedrigste Transaktionsgebuehren
Aktuelle Preise findest du immer auf shopify.com/de/pricing – Preise können sich ändern.
Ehrliche Gesamtkalkulation: Was ein Shopify-Shop wirklich kostet
Der Planpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Ein realistisches Setup für einen deutschen Shop:
| Kostenblock | Basic | Grow | Advanced |
|---|---|---|---|
| Plan (monatlich) | 36 € | 105 € | 384 € |
| Theme (einmalig, amortisiert auf 12 Monate) | 0–20 € | 0–20 € | 0–20 € |
| Apps (Bewertungen, E-Mail, Upsell, SEO) | 30–80 € | 30–80 € | 30–80 € |
| Transaktionsgebühren (bei 10.000 €/Monat Umsatz) | ~210 € | ~180 € | ~160 € |
| Gesamtkosten ca. | ~276–346 € | ~315–385 € | ~574–644 € |
Wann lohnt sich welcher Plan?
Der Unterschied zwischen den Plänen liegt weniger in den Features als in den Transaktionsgebühren. Ab einem gewissen Umsatz wird der teurere Plan rechnerisch günstiger.
Faustformel:
- Basic → Grow: Der Grow-Plan lohnt sich ab ca. 15.000–20.000 €/Monat Umsatz. Die Ersparnis durch niedrigere Transaktionsgebühren (0,3 % weniger) übersteigt dann den Preisunterschied von ~69 €/Monat.
- Grow → Advanced: Der Advanced-Plan lohnt sich ab ca. 80.000–100.000 €/Monat. Zusätzlich relevant: Advanced enthält erweiterte Reporting-Funktionen und von Dritten berechnete Versandkosten.
Für eine detaillierte Übersicht über alle Shopify-Kosten – inklusive optionaler Zusatzkosten wie Themes und Apps – empfehlen wir unseren Artikel Was kostet Shopify?.
Shopify Payments vs. externe Zahlungsanbieter: Was ist günstiger?
Wer Shopify Payments nutzt, zahlt keine zusätzliche Transaktionsgebühr von Shopify (0,5–2,0 % je nach Plan). Wer einen externen Anbieter wie Mollie, Stripe oder PayPal bevorzugt, zahlt diese Gebühr oben drauf.
Für die meisten deutschen Shops ist Shopify Payments die günstigste Lösung. Der folgende Rechner zeigt den Unterschied bei deinem Umsatz:
Shopify Zahlungsgebühren-Rechner: Was kosten dich deine Zahlungsanbieter wirklich?
Gib deinen monatlichen Umsatz und deinen Shopify-Tarif ein und sieh sofort, was Shopify Payments im Vergleich zu externen Anbietern kostet.
Nur Kreditkartenanteile des Umsatzes eingeben
Empfehlung
Bei unter 5.000 EUR Monatsumsatz ist Shopify Basic + Shopify Payments + PayPal der günstigste Einstieg. Der Upgrade lohnt sich erst ab ca. 23.000 EUR.
In dieser Umsatzkategorie spart Shopify Payments im Vergleich zu externen Zahlungsanbietern deutlich Gebühren. Prüfe, ob sich ein Upgrade auf Shopify Grow rechnet (Break-even: 23.000 EUR/Mo).
Bei diesem Umsatzvolumen solltest du Shopify Advanced oder Plus prüfen. Der Break-even für Advanced liegt bei ca. 139.500 EUR/Mo über Shopify Payments Kreditkartentransaktionen.
* Vereinfachte Berechnung auf Basis der aktuellen Shopify-Gebührentabelle (Stand: Mai 2026). Tatsächliche Gebühren hängen von Zahlungsmix und Transaktionsanzahl ab.
Was passiert nach der Testphase?
Wer nach den 3 kostenlosen Tagen keinen Plan wählt, landet nicht sofort in einer Paywall – aber der Shop wird pausiert. Das bedeutet konkret:
- Alle Daten bleiben erhalten. Produkte, Theme, Einstellungen – alles ist noch da.
- Das Admin-Dashboard ist weiter zugänglich. Du siehst alles, kannst aber nichts ändern.
- Keine Aktion ist mehr möglich. Weder neue Produkte anlegen noch bestehende Einstellungen ändern – bis ein Plan aktiviert wird.
- Kunden können den Shop nicht besuchen. Der Passwortschutz bleibt aktiv.
Das Gleiche gilt nach Ende der 1-Euro-Phase, falls kein regulärer Plan gewählt wurde.
Shop reaktivieren: Du wählst einen Plan, hinterlegst ein Zahlungsmittel (falls noch nicht geschehen), und der Shop läuft sofort wieder. Kein Datenverlust, kein erneutes Setup.
Die häufigsten Fehler in der Shopify Testphase
Agentur-Wissen aus über 100 Shopify-Projekten – das sind die Fehler, die wir immer wieder sehen.
Fehler 1: Die Domain zu früh oder zu spät kaufen
Die eigene Domain (z.B. meinshop.de) kann erst verbunden werden, nachdem ein Plan aktiviert wurde. Viele kaufen die Domain beim falschen Anbieter oder vergessen sie ganz bis kurz vor Launch.
Empfehlung: Domain beim bevorzugten Registrar kaufen, während du die Testphase durchläufst (IONOS, STRATO oder Domainregistry sind günstiger als Shopify selbst). Nach Planaktivierung dann verbinden.
Fehler 2: Das 1-Euro-Angebot verpassen
Das 1-Euro-Angebot ist zeitgebunden und startet nicht automatisch. Wer nach den 3 kostenlosen Tagen wartet, verliert das Angebot. Es erscheint als Banner im Dashboard – wer das ignoriert, zahlt danach den vollen Planpreis ab dem ersten Monat.
Fehler 3: Apps in der 3-Tage-Phase installieren, die dort nicht testbar sind
Einige Apps – besonders Zahlungsanbieter-Apps und Checkout-Erweiterungen – brauchen einen Live-Shop für ihre Kernfunktionalität. Diese in den ersten 3 Tagen ausgiebig testen zu wollen, verschwendet knappe Zeit.
Empfehlung: In der 3-Tage-Phase nur Apps testen, die rein im Admin funktionieren (Import, Bewertungen, Produktoptimierung). Den Rest für die 1-Euro-Phase aufheben, wenn der Shop öffentlich zugänglich ist.
Fehler 4: Rechtliche Seiten auf die lange Bank schieben
“Das mache ich kurz vor dem Launch.” Dann kommt der Moment, den Shop zu öffnen, und man stellt fest: Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung fehlen oder sind unfertig. Diese Dokumente brauchen Zeit – entweder wegen der Beauftragung eines Anwalts oder weil ein Dienst wie Trusted Shops konfiguriert werden muss.
Fehler 5: Den falschen Plan für die 1-Euro-Phase wählen
Das 1-Euro-Angebot gilt für jeden Plan – auch für Advanced. Wer sich für Basic entscheidet, kann innerhalb der 1-Euro-Phase upgraden. Die günstigste Strategie: Mit Basic in die 1-Euro-Phase starten. Wenn nach 2–3 Monaten klar ist, dass mehr Features oder niedrigere Transaktionsgebühren nötig sind, dann upgraden.
Fehler 6: Die .myshopify.com-URL zu wenig durchdenken
Diese URL ist dauerhaft – sie kann nach der Registrierung nicht mehr geändert werden. Kunden sehen sie nicht, solange eine eigene Domain verbunden ist. Aber sie taucht in Admin-E-Mails, Rechnungen und manchen System-URLs auf. Wähle von Anfang an etwas Sinnvolles.
Fehler 7: SEO-Grundlagen erst nach dem Go-live einrichten
Viele richten SEO-Einstellungen (Meta-Titel, Meta-Beschreibungen, ALT-Texte) erst ein, nachdem der Shop live ist. Das kostet wertvolle Zeit. Diese Grundlagen lassen sich vollständig in der Testphase vorbereiten.
Mit einer Shopify-Agentur in die Testphase starten
Die Testphase alleine zu durchlaufen ist möglich – und für viele der richtige Einstieg. Es gibt aber konkrete Szenarien, in denen eine Shopify-Agentur bereits in der Testphase echten Mehrwert bringt.
Was eine Shopify-Agentur in der Testphase leisten kann:
Ehrliche Plattform-Einschätzung: Passt Shopify wirklich zu deinem Sortiment, deiner Zielgruppe und deinen technischen Anforderungen? Diese Frage beantwortet eine Agentur mit Erfahrung aus vielen unterschiedlichen Projekten – nicht aus einer Produktbroschüre.
Setup in einem Bruchteil der Zeit: Ein erfahrenes Team baut in 3 Tagen ein Fundament auf, für das alleine Wochen benötigt würden.
Migrations-Analyse für Bestandshändler: Wir analysieren deinen aktuellen Shop und erstellen eine vollständige Übersicht, was sich direkt migrieren lässt, was App-abhängig ist – und was möglicherweise neu gedacht werden muss.
Partner-Link-Vorteil: Als zertifizierte Shopify-Agentur können wir neue Shops über einen Partner-Link eröffnen, was in bestimmten Szenarien Zugang zu direktem Onboarding-Support und erweiterten Beratungsmöglichkeiten bietet.
Shopify testen – mit dem richtigen Start
In einem kostenlosen 30-minütigen Erstgespräch zeigen wir dir, wie ein Shopify-Start oder eine Migration für dein spezifisches Business aussehen würde.
FAQ: Shopify Testphase
Nein. Die kostenlose 3-Tage-Testphase erfordert keine Zahlungsmethode – nur eine E-Mail-Adresse. Erst wenn du das 1-Euro-Angebot aktivierst, wird ein Zahlungsmittel hinterlegt.
Nein. Wenn die Testphase endet und kein Plan aktiviert wird, wird der Shop pausiert – aber alle Daten bleiben vollständig erhalten. Du kannst jederzeit einen Plan aktivieren und weitermachen, wo du aufgehört hast.
Nein. In der kostenlosen 3-Tage-Phase ist der Shop passwortgeschützt und der Checkout für echte Käufe gesperrt. Testbestellungen mit dem Bogus-Gateway (Shopify-Testzahlungsmethode) sind möglich. Erst nach Planaktivierung und Entfernung des Passwortschutzes können Kunden kaufen.
Direkt verlängern geht nicht. Das 1-Euro-Angebot (3 Monate für je 1 €) schließt sich aber nahtlos an die 3-Tage-Phase an und verlängert das Evaluierungsfenster auf insgesamt 93 Tage für 3 €.
Nach der 1-Euro-Phase greift der reguläre Planpreis des gewählten Plans. Es gibt keine automatische Kündigung – der Shop läuft weiter und der volle Preis wird abgerechnet. Wer nicht weitermachen möchte, muss den Plan vor Ende der 1-Euro-Phase kündigen.
Den Shopnamen (der öffentlich angezeigte Name) kannst du jederzeit unter Einstellungen ändern. Die .myshopify.com-URL ist dauerhaft und kann nach der Registrierung nicht mehr geändert werden.
Shopify hat kein Produktlimit – auch in der Testphase nicht. Du kannst beliebig viele Produkte anlegen und importieren.
Ja. Du hast vollen Zugang zum Shopify App Store und kannst kostenlose und kostenpflichtige Apps installieren. Wichtig: Einige kostenpflichtige Apps starten sofort mit der eigenen Abrechnung, unabhängig von der Shopify-Testphase.
Das 1-Euro-Angebot gilt ausschließlich für neue Shopify-Shops. Bestehende Accounts oder reaktivierte alte Accounts sind nicht berechtigt.
Ja. Mit derselben Shopify-E-Mail-Adresse kannst du mehrere Shops erstellen. Jeder neue Shop bekommt eine eigene 3-Tage-Testphase.
Über shopify.com startest du direkt und eigenständig mit der Standard-Testphase. Über einen Shopify-Partner-Link (den eine zertifizierte Agentur bereitstellt) startest du ebenfalls mit der Standard-Testphase, hast aber direkten Zugang zu einem Ansprechpartner für Setup, Migration und Onboarding.
Shopify ist technisch DSGVO-kompatibel gestaltbar. Die Infrastruktur erfüllt die Anforderungen, aber DSGVO-Konformität hängt auch vom Shop-Betreiber ab: korrekte Cookie-Einwilligung, rechtssichere Datenschutzerklärung, Abschluss des AVV mit Shopify. Den AVV stellt Shopify bereit; die anderen Dokumente liegen in der Verantwortung des Händlers.