SEO, SEA, SEM, CTR, GEO, LLMO – im Online-Marketing begegnen dir Abkürzungen fast ausschließlich auf Englisch, auch wenn im deutschsprachigen Raum darüber gesprochen wird. Dieses Glossar erklärt sie nicht alphabetisch durcheinander, sondern nach Themen sortiert: von den SEO-Grundlagen über Kennzahlen und technisches SEO bis zu den Begriffen, die erst durch ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews relevant geworden sind.
SEO, SEA, SEM & Co.: Die Grundlagen
SEO – Search Engine Optimization
SEO bedeutet auf Deutsch „Suchmaschinenoptimierung”. Gemeint ist die Optimierung einer Website oder eines Onlineshops mit dem Ziel, in den organischen, also unbezahlten Suchergebnissen möglichst weit oben zu erscheinen, bestenfalls auf Seite 1. Mehr zu den einzelnen Stellhebeln findest du in unserem Artikel Was ist SEO?
SEA – Search Engine Advertising
SEA heißt übersetzt „Suchmaschinenwerbung”. Wer schneller als über organisches Ranking sichtbar werden will, schaltet bezahlte Anzeigen, in der Praxis meist über Google Ads. Auch einzelne Produkte lassen sich über Google Shopping bezahlt bewerben. Bezahlte Ergebnisse erkennst du am Label „Anzeige” oder an einem Produktkasten mit Bild.
SEM – Search Engine Marketing
SEM steht für „Suchmaschinenmarketing” und ist der Oberbegriff für die Gesamtstrategie zur Vermarktung einer Website über Suchmaschinen – eine Mischung aus SEO und SEA.
SERP(s) – Search Engine Result Page(s)
Die SERP ist die „Suchmaschinenergebnisseite”. Eine klassische SERP zeigt in der Regel zehn Ergebnisse, wobei die meisten Nutzer nur das oberste anklicken und selten über Seite 1 hinausgehen. Genau deshalb ist SEO so wirkungsvoll.
Direkter Vergleich: SEO vs. SEA vs. SEM vs. GEO vs. AEO vs. LLMO
Die klassischen Abkürzungen kennst du jetzt. Weil im Zusammenhang mit KI-Suche inzwischen mehrere ähnlich klingende Begriffe kursieren, hier die Einordnung auf einen Blick, bevor es im nächsten Abschnitt in die Tiefe geht:
| Abkürzung | Bedeutung | Ziel | Wo du ansetzt |
|---|---|---|---|
| SEO | Search Engine Optimization | Organisches Ranking bei Google & Co. verbessern | Content, technisches SEO, Backlinks |
| SEA | Search Engine Advertising | Bezahlte Sichtbarkeit in Suchergebnissen | Google Ads Kampagnen |
| SEM | Search Engine Marketing | Oberbegriff für SEO + SEA | Gesamtstrategie über beide Kanäle |
| GEO | Generative Engine Optimization | In KI-generierten Antworten empfohlen werden | Struktur, Autorität, Erwähnungen im Web |
| AEO | Answer Engine Optimization | Direkt als Antwort zitiert werden (Featured Snippets, KI-Overviews) | Klar formulierte, extrahierbare Antwortabsätze |
| LLMO | Large Language Model Optimization | In den Trainings- und Antwortdaten von Sprachmodellen präsent sein | Strukturierte, autoritative Inhalte, die Modelle zitierfähig finden |
Die KI-Suchmaschinen-Ära: GEO, AEO, LLMO & E-E-A-T
Seit ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews Suchanfragen direkt beantworten, statt nur Links zu listen, reicht klassisches SEO allein nicht mehr aus, um gefunden zu werden. Für diese neue Disziplin haben sich mehrere Abkürzungen etabliert, die in der Praxis oft synonym verwendet werden, obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
GEO – Generative Engine Optimization
GEO bedeutet „Optimierung für generative KI-Suchsysteme” wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews. Anders als bei klassischem SEO geht es nicht um eine Position in einer Ergebnisliste, sondern darum, dass eine KI deine Marke oder deinen Shop in ihrer generierten Antwort überhaupt nennt und empfiehlt. Wie sich das konkret umsetzen lässt, zeigen wir ausführlich im Artikel GEO vs. SEO: So optimierst du deinen Onlineshop für KI-Suchmaschinen.
AEO – Answer Engine Optimization
AEO steht für „Optimierung für Antwortmaschinen”. Der Fokus liegt darauf, Inhalte so aufzubereiten, dass sie sich leicht als direkte Antwort extrahieren lassen, etwa für Featured Snippets, Sprachassistenten oder KI-Overviews. In der Praxis heißt das: eine klare Definition im ersten Satz, danach die Vertiefung, statt die Antwort erst im letzten Absatz zu liefern, genau wie in diesem Glossar.
LLMO – Large Language Model Optimization
LLMO bezeichnet die „Optimierung speziell für Large Language Models” wie GPT, Gemini oder Claude, also die Modelle, die hinter den KI-Antwortsystemen stehen. Der Unterschied zu GEO ist fein: Während GEO auf die Ausgabe in einer konkreten Suchanfrage zielt, geht es bei LLMO breiter darum, wie präsent und vertrauenswürdig eine Marke in den Daten ist, aus denen ein Modell überhaupt schöpft.
GAIO – Generative AI Optimization
GAIO ist der Überbegriff für die Optimierung über sämtliche generativen KI-Anwendungen hinweg, nicht nur Suchsysteme, sondern etwa auch KI-Assistenten in Browsern oder Betriebssystemen. In Fachartikeln tauchen für dasselbe Themenfeld außerdem die Synonyme AIO (AI Optimization) und GSO (Generative Search Optimization) auf. Eine einheitliche Definition hat sich in der Branche noch nicht durchgesetzt, in der Praxis meinen alle vier Begriffe eine sehr ähnliche Zielsetzung.
E-E-A-T – Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness
E-E-A-T ist Googles Qualitätsprinzip zur Bewertung von Inhalten: Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Es ist kein direkter Rankingfaktor, den Google algorithmisch misst, sondern ein Bewertungsrahmen aus den Google-Quality-Rater-Richtlinien. Für KI-Suchmaschinen gewinnt das Prinzip zusätzlich an Gewicht: Ein System, das eine Marke zitieren soll, wählt eher Quellen mit erkennbaren Autor:innen, Belegen und einer nachvollziehbaren fachlichen Einordnung.
Kennzahlen & KPIs im Online-Marketing
CTR – Click-Through-Rate
Die „Klickrate” gibt an, wie viele Impressionen zu einem Klick geführt haben. Wird eine Anzeige hundertmal angezeigt und 15-mal angeklickt, liegt die CTR bei 15 %. Wie du sie berechnest und einordnest, zeigen wir in CTR berechnen.
CVR / CRV – Conversion Rate
Die „Conversion Rate” (auch Konversionsrate) zeigt, wie viele Interessenten tatsächlich zu Kunden werden. Sie zählt zu den wichtigsten Kennzahlen im Online-Marketing überhaupt. Berechnung und Optimierungshebel erklären wir in Conversion Rate berechnen.
CPC – Cost per Click
CPC sind die „Kosten pro Klick”: Was ein einzelner Klick auf eine Werbeanzeige tatsächlich kostet.
PPC – Pay per Click
PPC bedeutet „Bezahlen pro Klick”: Für eine geschaltete Anzeige fällt nur bei einem tatsächlichen Klick eine Zahlung an, das reine Einblenden kostet nichts.
CPA – Cost per Action
CPA sind die „Kosten pro Aktion”. Anders als bei PPC wird hier erst gezahlt, wenn nach dem Klick zusätzlich eine definierte Handlung erfolgt, etwa ein Formularabschluss.
CPO – Cost per Order
CPO, die „Kosten pro Bestellung”, ist eine Abwandlung von CPA: Kosten fallen erst an, wenn auf den Klick direkt eine Bestellung folgt.
CPM – Cost per Mille
CPM bezeichnet die „Kosten pro 1.000 Impressionen” einer Werbeanzeige, unabhängig davon, ob überhaupt geklickt wird. Relevant vor allem für Branding-Kampagnen, bei denen Reichweite im Vordergrund steht.
ROAS – Return on Ad Spend
ROAS misst den „Werbeumsatz im Verhältnis zu den Werbekosten”. Ein ROAS von 5 bedeutet: Jeder investierte Euro Werbebudget hat 5 Euro Umsatz erzielt. Berechnung und Zielwerte erklären wir in ROAS berechnen.
ROI – Return on Investment
ROI zeigt die „Kapitalrendite”, also wie profitabel eine Investition insgesamt war, nicht nur bezogen auf Werbekosten wie beim ROAS, sondern auf den gesamten eingesetzten Betrag.
KPI – Key Performance Indicator
KPI bedeutet „Leistungskennzahl” und ist der Sammelbegriff für alle Metriken, mit denen Erfolg gemessen wird, von CTR bis ROAS. Welche KPIs für dein Marketing wirklich relevant sind, erklären wir in KPIs verstehen und nutzen.
Technisches SEO
URL – Uniform Resource Locator
Die URL ist die eindeutige Webadresse einer Seite. Kurze, sprechende URLs mit Keyword gelten als SEO-Best-Practice.
HTML & CSS
HTML (Hypertext Markup Language) ist die Auszeichnungssprache, mit der Inhalte strukturiert werden, CSS (Cascading Style Sheets) steuert deren visuelle Darstellung. Für SEO relevant, weil Suchmaschinen HTML-Struktur auslesen, um Inhalte einzuordnen.
Canonical Tag
Ein Canonical Tag zeigt Suchmaschinen, welche von mehreren ähnlichen oder identischen Seiten die „offizielle” Version ist, und verhindert so Duplicate-Content-Probleme.
Meta-Tags
Meta-Tags, allen voran Title Tag und Meta Description, liefern Suchmaschinen und Nutzern eine kompakte Vorschau einer Seite in den Suchergebnissen. Sie beeinflussen direkt, ob ein Ergebnis angeklickt wird.
301-Weiterleitung & 404-Fehler
Eine 301-Weiterleitung leitet dauerhaft von einer alten auf eine neue URL um und vererbt dabei den SEO-Wert. Ein 404-Fehler signalisiert, dass eine aufgerufene Seite nicht existiert, häufig weil eine URL entfernt oder ohne Weiterleitung geändert wurde.
AMP – Accelerated Mobile Pages
AMP ist ein von Google mitentwickeltes offenes Framework für besonders schnell ladende mobile Seiten. In der Praxis hat AMP an Bedeutung verloren, seit Core Web Vitals zum zentralen Geschwindigkeitsmaßstab wurden.
Core Web Vitals
Core Web Vitals sind Googles drei zentrale Kennzahlen für Ladegeschwindigkeit und Nutzererlebnis: LCP (Largest Contentful Paint, Ladezeit des größten sichtbaren Elements), INP (Interaction to Next Paint, Reaktionsgeschwindigkeit auf Nutzerinteraktionen) und CLS (Cumulative Layout Shift, visuelle Stabilität beim Laden). Sie zählen offiziell zu Googles Rankingfaktoren.
Schema Markup / Strukturierte Daten
Schema Markup ist strukturierter Code, meist als JSON-LD, der Suchmaschinen und KI-Systemen zusätzlichen Kontext zu einer Seite liefert, etwa zu Fragen und Antworten, Produkten oder Bewertungen. Gerade für AEO und GEO wichtig, weil strukturierte Daten Inhalte für KI-Systeme leichter maschinell auswertbar machen. Wie du FAQ-Schema konkret einbaust, zeigen wir in FAQ-Schema-Markup einrichten.
Content, Keywords & Autorität
Keyword
Ein Keyword ist ein „Schlüsselwort”, der Suchbegriff, den ein Nutzer in eine Suchmaschine eingibt. Wie du die richtigen Keywords für dein Business findest, erklären wir in Die richtigen SEO-Keywords finden, speziell zu selteneren, spezifischeren Suchbegriffen in Longtail-Keywords im E-Commerce.
Backlinks
Backlinks sind „Rückverweise”, externe Links, die von anderen Websites auf die eigene führen. Sie zählen zu den wichtigsten Vertrauenssignalen im SEO. Wie du hochwertige Backlinks aufbaust, zeigt unser Artikel zu Linkbuilding-Strategien.
DA & PA – Domain Authority & Page Authority
DA und PA sind von SEO-Tool-Anbietern wie Moz entwickelte Prognose-Metriken, die einschätzen, wie gut eine gesamte Domain (DA) oder eine einzelne Seite (PA) in Suchergebnissen ranken könnte. Kein offizieller Google-Rankingfaktor, aber ein gängiger Vergleichswert in der SEO-Praxis.
DoFollow & NoFollow
Ein DoFollow-Link ist ein Standardlink, der SEO-Wert an die verlinkte Seite weitergibt. Ein NoFollow-Link trägt ein Attribut, das Suchmaschinen anweist, diesen Wertfluss nicht zu berücksichtigen, üblich etwa bei bezahlten Links oder Kommentaren.
SUMA
SUMA ist die im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Kurzform für „Suchmaschine”.
Tools & Webanalyse
GA4 – Google Analytics 4
GA4 ist die aktuelle Version von Google Analytics, dem kostenlosen Tool zur Analyse von Website-Traffic und Nutzerverhalten. Mehr zur Einrichtung und den wichtigsten Reports in Google Analytics für Shopify nutzen.
GSC – Google Search Console
Die Google Search Console ist Googles kostenloses Tool zur Überwachung der Suchpräsenz: Sie zeigt Rankings, Klicks, Impressionen und technische Probleme wie fehlerhafte Indexierung.
Bounce Rate
Die Bounce Rate, zu Deutsch „Absprungrate”, zeigt, wie viele Besucher eine Seite verlassen, ohne eine weitere Handlung auszuführen. Eine hohe Bounce Rate ist nicht automatisch schlecht, manchmal fand der Nutzer seine Information direkt und musste nichts weiter anklicken. Ist sie dauerhaft hoch, lohnt sich ein Blick in unsere SEO-Tipps für mehr Sichtbarkeit.
Verweildauer
Die Verweildauer, englisch „Average Time on Site”, misst, wie viel Zeit ein Nutzer im Durchschnitt zwischen Aufruf und Verlassen der Seite verbringt.
CMS – Content Management System
Ein CMS ist ein System zur Verwaltung von Website-Inhalten ohne Programmierkenntnisse, etwa Shopify für Onlineshops oder WordPress für Blogs.
SEO und GEO strategisch zusammendenken?
Wir entwickeln für Online-Shops Sichtbarkeitsstrategien, die klassisches SEO und Optimierung für KI-Suchmaschinen von Anfang an zusammen denken.
Häufige Fragen zu SEO-Abkürzungen
SEO optimiert eine Website für organische, unbezahlte Suchergebnisse. SEA erzeugt Sichtbarkeit über bezahlte Anzeigen, etwa Google Ads. Beide zusammen ergeben SEM, das Suchmaschinenmarketing.
GEO steht für Generative Engine Optimization: die Optimierung von Inhalten, damit KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews eine Marke in ihren generierten Antworten nennen und empfehlen, statt nur eine Position in einer klassischen Ergebnisliste zu erreichen.
GEO zielt auf die Nennung in KI-generierten Antworten. AEO optimiert Inhalte dafür, direkt als Antwort extrahiert zu werden, etwa in Featured Snippets. LLMO betrachtet breiter, wie präsent und vertrauenswürdig eine Marke in den Daten ist, aus denen Sprachmodelle schöpfen. In der Praxis überschneiden sich alle drei stark.
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, Googles Qualitätsprinzip zur Bewertung von Inhalten. Es ist kein direkter Rankingfaktor, wirkt aber sowohl auf klassisches SEO als auch darauf, ob KI-Systeme eine Quelle als zitierwürdig einstufen.
Das hängt stark von Branche und Position in den Suchergebnissen ab. Für organische Ergebnisse auf Platz 1 gelten CTRs zwischen 25 und 35 % häufig als gut, bei Werbeanzeigen liegen realistische Werte meist deutlich niedriger.
Bei CPC (Cost per Click) zahlst du für jeden Klick auf eine Anzeige, unabhängig davon, was danach passiert. Bei CPA (Cost per Action) fällt eine Zahlung erst an, wenn nach dem Klick zusätzlich eine definierte Aktion erfolgt, etwa ein Kauf oder Formularabschluss.
SERP steht für Search Engine Result Page, die Suchergebnisseite einer Suchmaschine. Eine klassische SERP zeigt zehn Ergebnisse, die meisten Klicks entfallen auf die obersten Positionen.
Ein DoFollow-Link gibt SEO-Wert an die verlinkte Seite weiter. Ein NoFollow-Link trägt ein Attribut, das Suchmaschinen anweist, diesen Wertfluss nicht zu berücksichtigen, üblich etwa bei bezahlten Platzierungen oder Nutzerkommentaren.
Core Web Vitals sind Googles drei zentrale Messwerte für Ladegeschwindigkeit und Nutzererlebnis: LCP für die Ladezeit des größten sichtbaren Elements, INP für die Reaktionsgeschwindigkeit auf Interaktionen und CLS für die visuelle Stabilität beim Laden. Sie zählen offiziell zu Googles Rankingfaktoren.
Nein. Entscheidend ist, die gängigsten Begriffe wie SEO, SEA, CTR und GEO im Kontext einordnen zu können, um Reportings, Angebote und Fachgespräche zu verstehen. Für alles Weitere reicht ein Griff zurück in dieses Glossar.
Wenn du gerade an deiner Keyword-Strategie arbeitest, hilft dir unser Artikel Die richtigen SEO-Keywords finden beim nächsten Schritt. Und wer sein Ranking speziell für KI-Suchmaschinen ausbauen will, findet in GEO vs. SEO die vertiefte Strategie dazu.